queerAltern-Newsletter Februar 2020
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queerAltern-Newsletter Februar 2020
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90 Jahre Ernst Ostertag: Stadtpräsidentin Corine Mauch gratuliert (Foto: Raphael Hadad).
Liebe queerAlternde
Der Januar 2020 bot für queerAlternde gleich zwei Höhepunkte, die für unsere Community als historisch bezeichnet werden können.

Am 15. Januar nahm der Zürcher Gemeinderat ein Postulat an, das einen Lebensort für queerAlternde fordert – mit 99 zu 18 Stimmen. Zwei weitere LGBTIQ-/Diversity-Themen wurden mit ähnlich wuchtigen Mehrheiten angenommen.

Am 24. Januar dann die berührende Feier zum 90. Geburtstag von Ernst Ostertag, unseres ältesten Mitglieds, im Theater Neumarkt, wo einst die berühmten Kreis-Bälle stattfanden.

Nun hoffen wir, dass es auch am 9. Februar zu einem historischen Ereignis kommt, wenn die Schweizer Bevölkerung das Anti-Rassismus-Gesetz gegen Diskriminierung der sexuellen Orientierung annimmt. Wir wiederholen: Bitte geht zur Urne und stimmt «ja»! Wir hoffen auf eine satte Annahme.

Herzliche Grüsse
Der queerAltern-Vorstand
Caroline Bisang, Barbara Bosshard, Willi Leutenegger, Vincenzo Paolino, Christian Wapp

Inhalt: Mit einem Klick zum Beitrag.
- Nächste queerAltern-Veranstaltungen
- Olga Tucek im Herbst
- Zweite Verleihung des Swiss LGBTI-Labels
- Matinee im Theater Neumarkt
- Public Viewing am Abstimmungs-Sonntag
- Viel Zuwendung für unsere Community
- Gemeinderätlicher Rückenwind für queerAltern
- Grosser Tag für Ernst Ostertag
- Ganz schön crazy: Ovartaci
- «Katzenball» und «And Then We Danced»
- Abschiedsfeier von Walter Gerig
- Trans Menschen erzählen

AKTUELL
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Fröhliche Stammtischrunde im Restaurant Pery.
Nächste queerAltern-Veranstaltungen
queerAltern-Erzählrunde: 6.2./5.3./2.4., 16:30 Uhr:
Bonlieu Genossenschaft, Raum Karl Marx, Kochstrasse 2, 8004 Zürich. Unkostenbeitrag Fr. 5.–; Anmeldung: mailto:weiersmith@gmail.com

queerAltern-Stammtisch: 6.2./5.3./2.4., 18:30 Uhr:
Restaurant Pery, Zentralstrasse 36, 8003 Zürich; keine Anmeldung erforderlich

queerAltern-Generalversammlung: 1.4., 18:30 Uhr:
Alterszentrum Stampfenbach, Lindenbachstrasse 1, 8006 Zürich, Anmeldung: mailto: events@queeraltern.ch

queerAltern-Osterbrunch: 12.4., ab 11 Uhr
Café Hubertus, Letzigraben 101, 8003 Zürich / Anmeldung: mailto: events@queeraltern.ch

Alle weiteren queerAltern-Veranstaltungen: siehe hier.
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Olga Tucek im Herbst
Wir freuen uns, dass wir im Herbst eine grossartige Künstlerin engagieren konnten: Am 26. September wird die mehrfach ausgezeichnete Olga Tucek (Teil des Kabarett-Duos Knuth und Tucek) für WyberNet und queerAltern eine für alle zugängliche Performance in der Helferei geben. Tucek geht dieses Jahr probehalber solo. Details und Ticketpreise werden wir später bekannt geben. 
Queeres Bewusstsein: Die Vertreter*innen der ausgezeichneten Unternehmen.
Zweite Verleihung des Swiss LGBTI-Labels
Am 29. Januar wurden in Zürich elf Unternehmen mit einem Swiss LGBTI-Label ausgezeichnet. Darunter auch die Stadt Zürich und die Swiss International Airline (die demnächst bekanntlich in ihren Flugzeugen keine Läderach-Schoggi mehr anbietet – wir wissen, warum). Das LGBTI-Label wurde von WyberNet und Network gegründet, es soll mehr Bewusstsein für Diversität und Inklusion in Unternehmen schaffen.
Zur Liste der ausgezeichneten Firmen
Matinee im Theater Neumarkt
Das Theater Neumarkt lädt Schülerinnen zu zwei Matineen des Stücks «Kids With No Nation» ein. Insgesamt hat das Theater 132 Plätze, vergibt jedoch nur 80 Plätze an Schulen, da es bei dieser Produktion am Ende noch einen separaten teil für die Kinder gibt, an dem nur 80 Personen teilnehmen können. Die Restkarten bietet das Theater nun für 10 Franken Senior*innen an – und insbesondere auch queerAlternden. Die Vorstellungen finden am 12. und 13. März je um 9:30 Uhr statt. Kartenbestellungen: mailto:joerg.schwahlen@theaterneumarkt.ch
Mehr über «Kids With No Nation»
ENDSPURT: JA ZUM SCHUTZ VOR HASS
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Public Viewing am Abstimmungs-Sonntag
Das Komitee Ja zum Schutz vor Hass möchte allen, die sich im Abstimmungskampf engagiert haben, Danke sagen – und lädt am 9. Februar zu einem Abstimmungssonntags-Public-Viewing ein. Gemeinsam will das Komitee mit Freund*innen den Verlauf der eintreffenden Resultate verfolgen. Und feiern. Public Viewings finden ab 12 Uhr in Bern, Luzern und Zürich statt. In Zürich im Kulturhaus Kosmos, Lagerstrasse 104. Wir hoffen, dass auch viele queerAlternde mitfiebern und feiern werden. 

Wir treffen uns ab 14 Uhr im «Kosmos». Keine Anmeldung nötwendig.
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Die Macht der Strasse: Demo für ein Ja vor Hass.
Viel Zuwendung für unsere Community
Im Vorfeld der Abstimmung über die Anti-Rassismus-Strafnorm berichteten die Medien unzählige Male über die Lebensrealitäten von lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen – zum grossen Teil wohlwollend, differenziert und ausgewogen. Das lag wohl nicht in der Absicht der Initianten, die das Referendum ergriffen haben; es hat unserer Community wohl mehr genützt als geschadet. Ob dem dann wirklich so ist, werden wir definitiv am 9. Februar erfahren. Hier eine kleine Medien-Auswahl:

NZZ: «Für Schwule und Lesben ist das Zürcher Nachtleben ein Minenfeld»

NZZ: Homophobie in der Schweiz

PS-Zeitung: «Du schwule Sau ist strafbar»

Republik: «Ich bettle nicht mehr...»

Nau.ch: Karin Keller-Sutter erklärt Ja zur Anti-Rassismus-Strafnorm
HISTORISCHE MOMENTE
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Warten auf die Politiker*innen: kleine Sichtbarkeit-Demo vor dem Rathaus.
Gemeinderätlicher Rückenwind für queerAltern
Historischer Tag für unsere Community im Zürcher Gemeinderat: 99 gegen 19 (SVP)-Politiker*innen stimmten am 15. Januar für die Forderung der «Realisierung eines Wohnbauprojekts mit Wohnungen, Gemeinschaftsflächen und Raum für Pflegewohngruppen für ältere LGBTI-Menschen». Eingereicht wurde das Postulat von den Gemeinderät*innen und queerAltern-Mitgliedern Marco Denoth (SP), Brigitte Fürer (Grüne) und David Garcia Nuñez (AL) sowie Markus Baumann (GLP) und andern. Zwei weitere LGBTIQ/Diversity-Themen wurden ähnlich wuchtig angenommen. Diese Zustimmung bestätigt uns in unserer Arbeit und spornt an.

Gemeinderatsbericht in der NZZ 

Video über Sichtbarkeits-Demo von Ernst Buchmüller 
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Ernst umringt von queerAlternden – im vollen Theater Neumarkt (Foto: Raphael Hadad).
Grosser Tag für Ernst Ostertag
queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard eröffnete die Feier, die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch hielt eine Laudatio, der Schmaz-Chor sang, Travestiekünstlerin Mona Gamie führte durch das Programm: eine würdige Feier zum 90. Geburtstag von Ernst Ostertag in einem bis fast auf den letzten Platz gefüllten Theater Neumarkt. Gepriesen wurde der unermüdliche Einsatz von Ernst und seinem vor eineinhalb Jahren verstorbenen Partner Röbi Rapp für die Rechte unserer Community. Die 14 queeren Organisationen bei denen Ernst Mitglied ist, hatten sich zusammengetan, um diese Feier zu gestalten, initiiert von Barbara. Ernst appellierte in seiner Dankesrede an alle,  am 9. Februar ein Ja für das Antirassismusgesetz einzulegen. Und er erinnerte, dass es endlich Zeit sei, dass queerAltern seinen Lebensort für queerAlternde realisieren könne.

Ernst Ostertag im «Sonntags-Blick»

Ernst Ostertag im Interview mit  queerUpRadio

Bericht auf «Tele-Züri»

Laudatio von Corine Mauch
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Ovartaci alias Louis Marcussen mit einem seiner Werke.
Ganz schön crazy: Ovartaci
Ein voller Erfolg war am 18. Januar der Ausflug nach St. Gallen zur Ausstellung der Werke von Ovartaci im Museum im Lagerhaus. Ovartaci (auf Deutsch: überverrückt), geboren 1894 unter dem Namen Louis Marcussen, lebte 56 Jahre in psychiatrischen Kliniken; 1957 entledigte er sich auf schmerzhafte Weise seines Penis, weil ihm die Ärzteschaft die Umwandlung zur Frau verweigerte. Über 20 queerAlternde und Mitglieder vom TGNS (Transgender Network Switzerland) tauchten in die Kunst dieses dänischen Art-Brut-Künstlers ein. Durch die Ausstellung führte die Kuratorin Monika Jagfeld. Im Anschluss wurde noch zusammengesessen, bis spät in den Abend. Die Ausstellung kann noch bis 1. März besichtigt werden.
UTO GOES PINK
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So wie es damals war: Protagonist*innen im Film «Katzenball»
«Katzenball» und «And Then We Danced»
Am 5. Februar zeigt das Pink Apple Festival im Arthouse Uto den Dokumentarfilm «Katzenball» von Veronika Minder. Der vor 15 Jahren erschienene Dokfilm erzählt die Geschichte(n) von frauenliebenden Frauen, ihren Beziehungen und internationalen Netzwerken, von ihrer Suche nach Identität, von Treffpunkten, Maskenbällen und ihren versteckten Orten in der Kultur ihres Landes. Vor dem Film geben Regisseurin Veronika Minder und Heidi Oberli, eine der Porträtierten, Auskunft im Gespräch mit Sina Früh (Co-Leiterin Pink Apple). Der Film beginnt um 20:30 Uhr, die Pop-up-Bar auf dem Balkon öffnet um 19.30 Uhr und nach dem Film. Mehr

Am 25. März zeigt Uto goes Pink die Vorpremiere von «And Then We Danced» – eine Liebesgeschichte zweier Tänzer in Tiflis. Der Film von Levan Akin hat in seiner Heimat Georgien Proteststürme ausgelöst; er erzählt eine der stärksten Filmgeschichten des Jahres Mehr 
ABDANKUNG
Abschiedsfeier von Walter Gerig

Im letzten Newsletter berichteten wir über den Tod von Walter Gerig, einem unserer Gründungsmitglieder. Er war mehrere Jahre unser Revisor. Der Willenvollstreckter hat sich im Namen der Familie für unsere Worte bedankt und uns über die Abdankung informiert – eine schöne Gelegenheit, sich von unserem Wegbegleiter verabschieden zu können.

15. Februar, 14 Uhr: Alterszentrum Serata, Andachtsraum, Ebene D, Tischenloostrasse 55, 8800 Thalwil

Anfahrtsplan (ersichtlich unter Kontakt/Anfahrt)
TRANSGENDER
Nadia, Jenny und Lena im Gespräch (v.l.). (Foto: Olivia Sasse)
Trans Menschen erzählen
Wie ist es eigentlich, als Junge geboren zu werden und sich als Mädchen zu fühlen? Über ihren Weg zur trans Frau erzählen Nadia, queerAltern-Mitglied Jenny und Lena. Das eindrückliche und ausführliche Interview hat Bruno Bötschi von Bluewin.ch geführt.
Hier geht es zum Interview
SCHLUSSPUNKT
«Wir müssen weiterhin unterwegs sein, solange wir noch nicht die gleichen Rechte haben. Das ist unsere Pflicht gegenüber unserer Verfassung.»
Ernst Ostertag im Interview mit queerUpRadio
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
info@queeraltern.ch
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