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Newsletter März_2021
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Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Ehe für alle, die ja im vergangenen Jahr vom Parlament gutgeheissen wurde. Gebannt verfolgen wir die Entwicklung des Referendums der Gegner*innen. Bis 15. April müssen sie 50'000 gültige Unterschriften beisammen haben, sonst kommt es zu keiner Volksabstimmung. Und dann wird die Ehe für alle Anfang 2022 eingeführt. Über den langen Weg zur Ehe für alle und deren Bedeutung für unsere Community diskutiert Barbara Bosshard mit Gästen – anlässlich eines Kosmopolitics-Podiums vom 17. Mai. Entweder live vor Publikum im «Kosmos» oder online. Quasi als Auftakt zu den Pride-Wochen.

Wir wünschen euch allen gute Gesundheit, weiterhin viel Geduld und frohe Ostern!

Der queerAltern-Vorstand mit Barbara Bosshard, Caroline Bisang, Gioia Hofmann, Willi Leutenegger und Christian Wapp

IN EIGENER SACHE
queerAltern-Stammtisch spezial: «René Hubert – Kleider machen Stars»
Da Treffen in einem Restaurant weiterhin nicht möglich sind, laden wir euch wiederum zu einem queerAltern-Online-Stammtisch ein. queerAltern-Vizepräsident Christian Wapp wird erzählen, wie er einen längst vergessenen Schweizer Künstler wiederendeckte und das Museum für Gestaltung bewegen konnte, eine Ausstellung über ihn zu machen: «René Hubert – Kleider machen Stars» (noch bis 20. Juni). Christian kennt viele schöne Geschichten über den Film- und Theater-Kostümbildner, Modeschöpfer und Interior-Designer. Zudem zeigt er tolle Bilder vom Schweizer «Kreateur» und seinen Filmgrössen, die in seinen Kostümen den Glamour der damaligen Zeit in die Welt trugen. Hubert (1895–1976) arbeitete in Hollywood, Paris, Berlin und London mit den grössten Leinwandstars und Regisseuren seiner Zeit.
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Anprobe zum Film «Anastasia» im Atelier von Balenciaga in Paris: René Hubert mit Ingrid Bergmann, die für diesen Film 1957 ihren zweiten Oscar bekam.
Hier gehts zum Link der Zoom-Veranstaltung vom 1. April (18:30 Uhr)
«Ältere Personen erfahren etwas mehr soziale Unterstützung als jüngere»: Tabea Hässler (l.) und Léïla Eisner im Gespräch mit queerAltern.
Livestream: Situation von queeren Menschen in der Schweiz
Tabea Hässler und Léïla Eisner berichteten am 4. März im queerAltern-Stammtisch-Online-Talk über die Ergebnisse ihrer vor zwei Jahren begonnen Umfrage zur Situation der queeren Menschen in der Schweiz. Die beiden Forscherinnen der Universitäten Lausanne und Zürich gingen speziell auf die Situation von älteren LGBTIQ+ Personen (Outing, Diskriminierung, erfahrene Unterstützung). Ein weiteres Thema, über das sie referierten, ist die spezifische Herausforderungen für ältere queere Personen (Moderation: Barbara Bosshard).
Hier gehts zum Video
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Foto: Sandra Meier / gestaltungskiosk.ch
queerAltern/Kosmopolics-Talk: Ehe für alle – Tauwetter in Politik und Religion
Was vor 22 Jahren zum ersten Mal auf eidgenössischer Ebene lanciert worden ist, wird in greifbar naher Ferne Realität: die Ehe für alle. Wie ist dieser Wandel möglich geworden? Über das politische und religiöse Tauwetter unterhält sich queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard anlässlich einer Kosmopolitics-Veranstaltung vom 17. Mai 2021 ab 20 Uhr mit Gästen. Falls möglich vor Live-Publikum.
Mehr Informationen und Teilnehmer*innen
queerAltern gestaltet Altersstrategie der Stadt Zürich mit
Vergangenen Sommer hat der Zürcher Stadtrat Andreas Hauri die neue Altersstrategie 2035 vorgestellt. Diese wurde nun anfangs März vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Für die Umsetzung wird es u.a. unter Federführung der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) verschiedene Arbeitsgruppen geben. Die Vorstandsmitglieder Barbara Bosshard und Gioia Hofmann wurden angefragt, u.a. in den Themenfeldern «Diversity» und «Community»-Bildung mitzuwirken. Wir werden darüber vertiefter informieren können, sobald sich die Gruppen konstitutioniert haben.
Video über die Altersstrategie 2035
Absage der Kunsthaus-Führung durch die Ausstellung über Ottilie W. Roederstein
Absagen werden zur Gewohnheit. Die auf den 1. April angesetzte Führung durch die Ausstellung über Ottilie W. Roederstein (1859–1937) kann nicht durchgeführt werden – wegen Verlängerung der Pandemiemassnahmen. Roederstein gehörte zu ihren Zeit zu einer der renommiertesten Kunstmalerinnen Europas und konnte im Raum Frankfurt a.M. ein grossbürgerliches Leben führen – zusammen mit ihrer Partnerin, der ersten deutschen Chirurgin Elisabeth Winterhalter. Eine individuelle Begegnung mit der wiederentdeckten lesbischen Schweizer Malerin ist noch bis 5. April möglich.
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Noch bis Ostern zu bewundern: «Der Sieger» (1898) von Ottilie W. Roederstein.
Arbeitsgruppe Immobilien: Leitung weiterhin vakant
Vor ein paar Wochen haben wir eine Leitung für die queerAltern-Arbeitsgruppe Immobiliensuche gesucht. Leider haben wir noch niemand gefunden. Wie aus unserer Befragung vom letzten November hervorging, besteht unter unseren Mitgliedern das Bedürfnis nach einer Alternative zum Espenhof. Da dort eine Wohnung nur Stadtbewohner*innen mieten können und sie zudem über 60 Jahre alt sein müssen. Acht queerAltern-Mitglieder – lauter Fachleute aus dem Immobilienbereich – haben sich bereit erklärt, an der neu zu konstituierenden Arbeitsgruppe mitzuwirken. Doch aus zeitlichen Gründen konnten wir bisher niemand für die Leitung gewinnen. Bis diese nicht besetzt ist, wird diese Arbeitsgruppe auf Eis gelegt.
Gesucht: Teilnehmer*innen für Aids-Podiumsgespräch
Das schwullesbische+ Filmfestival Pink Apple lotet zurzeit alternative Möglichkeiten aus, um das Festival gleichwohl durchzuführen zu können, falls Ende April / Anfang Mai die Kinos noch nicht offen sind. Deshalb geht die Planung weiter, und damit auch die Planung der Schwerpunkt-Veranstaltungen. Auf dem Programm steht ein Podiumsgespräch zum Thema Aids, HIV und Prep. In Gedenken an den Ausbruch der Aids-Pandemie in den USA vor 40 Jahren. Für dieses Podiumsgespräch, das von queerAltern mitorganisiert wird, suchen wir zwei Teilnehmer*innen. Einerseits einen älteren, schwulen Langzeit-therapierten HIV-Patienten, der bereit ist, über sein Leben mit HIV und die Aids-Krise der 1980er-Jahre zu reden. Und andererseits eine lesbische Frau, die vor 30 bis 40 Jahren Aids-Kranke gepflegt hat und darüber erzählen möchte.
E-Mail für Interessierte
SZENE
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Darauf können wir uns freuen: Regenbogenhaus hinter den sieben (und mehr) Gleisen.
Der queere Begegnungsort startet am 1. Mai
An einer ausserordentlichen GV vom 27. Februar haben die Regenbogen-Mitglieder zugestimmt, dass der Verein einen weiteren Raum von fast 40 Quadratmetern dazu mieten kann – ebenfalls im Parterre. Betriebsbeginn im Regenbogenhaus ist am 1. Mai. Am 15. Mai, so Corona will, ist ein Eröffnungsfest geplant.
Oral History: Coming-out-Sammler Marco Schättin.
Neue Webseite: «Mis Coming-out»
«Jedes Coming-out ist einzigartig», sagt der Podcaster und Kommunikationsexperte Marco Schättin. Aus diesem Grund hat er die Plattform «Mis Coming-out» geschaffen, um Coming-out-Geschichten zu sammeln. Er will damit «Vorurteile gegenüber der LGBT-Community abbauen und andern Menschen Mut machen». Wer ihm seine Geschichte erzählen möchte, kann sich bei ihm melden.
Hier kannst du deine Geschichte erzählen.
UMFRAGEN
Auf der Webseite von Vasos entdeckt: Foto von queerAlternden an der Pride 2019..
Werden Hochaltrige vernachlässigt?
Um den Generationendialog zu fördern, möchte die Vasos (Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfeorganisation der Schweiz) von über 80-Jährigen wissen, ob sie sich von der Gesellschaft vernachlässigt fühlten – und lanciert zu diesem Zweck eine Umfrage. Vasos setzt sich ein für die Rechte von Rentner*innen und macht entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Da queerAltern auch Mitglied von Vasos ist, empfehlen wir unseren über 80-jährigen Mitgliedern, an der Umfrage mitzuwirken. Einzelne queerAlternde haben daran bereits teilgenommen.
Zur Vasos-Befragung
Queere Menschen am Arbeitsplatz
Wie werden queere Menschen am Arbeitsplatz akzeptiert? Dieser Frage ging die Firma YouGov Deutschland nach. Gemäss ihrer Befragung haben 66 Prozent der Befragten nichts gegen Schwule und Lesben, 63 Prozent nichts gegen Bisexuelle und 57 Prozent nichts gegen Asexuelle. Trans Menschen hingegen kommen nur auf eine Akzeptanz von 51 Prozent. Frauen sind gemäss dieser Studie offener als Männer. Sollte eine queere Person im Team nach einem Coming-out diskriminiert werden, sind nur 45 Prozent der Erwerbstätigen bereit, sich für diese Person einzusetzen.
Zum Bericht auf queer.de
HEIMKINO
Aus einer andern Zeit: Ulrike Ottinger 1966 in Paris, vor ihrem Gemälde «Allan Ginsberg».
Von Konstanz nach Paris: «Paris Calligrammes»
Mit 20 kam Ulrike Ottinger von Konstanz nach Paris, und dort erlebte sie ihr Heranwachsen als Künstlerin und queere Filmpionierin. In ihrem jüngsten filmischen Werk «Paris Calligrammes», neu als DVD, blendet sie zurück in diese Zeit: Ausgehend von der Librairie Calligramme zeichnet Ottinger «die Kartographie einer Stadt zwischen Wiederaufbau, politischem Umbruch und ihrer Utopien». Ulrike Ottinger wurde 2020 mit der Berlinale Kamera und dem Pink Apple Award ausgezeichnet (Preisverleihung coronabedingt verschoben) – und 2021 mit dem Hans-Thoma-Preis, dem Staatspreis von Baden-Württemberg.
Mehr über «Paris Calligrammes»
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Sich selbst sein: das «Petite Fille» Sasha mit ihrer Mutter.
Der neue Lifshitz
2013 erhielt er für «Les Invisibles» über hochaltrige queere Menschen den César als bester Dokumentarfilm des Jahres. 2020 hat der französische Regisseur Sébastien Lifshitz an der Berlinale und am Zurich Film Festival sein jüngstes Werk vorgestellt: «Petite Fille». Es ist die Geschichte eines siebenjährigen Mädchens, das im Körper eines Jungen geboren wurde. Der einfühlsame Dokumenarfilm ist jetzt als Video on Demand erhältlich: hier und hier.
Besprechung in der BKA
MEDIENECHO
Erhält bald die zweite Impfung: Ernst Ostertag (Foto: Raphael Hadad).
«Ich stand quasi unter Hausarrest»
queerAltern-Mitglied Ernst Ostertag gibt im Interview mit gay.ch Auskunft, wie es ihm in den bisherigen Corona-Monaten ergangen ist. Und er erzählt, wie es weitergeht mit seinem Lebenswerk Schwulengeschichte.ch und was er von der Ehe für alle hält.
Zum Interview auf gay.ch
Das Los von queeren Lehrer*innen
Es ist noch gar nicht so lange her, da bedeutete ein queeres Coming-out von Lehrer*innen Berufsverbot. Dabei sind sie für Kinder und Jugendliche meist die erste Begegnung mit einer für sie unbekannten Welt und können Vorbild sein. In einem berührenden Beitrag in der «Zeit» erzählen drei queere Lehrer*innen, wie sie ihr Coming-out in der Schule erlebt haben. Und wie sie mit Diskriminierung umgegangen sind.
Zum Beitrag in der «Zeit»
ABC des Coming-outs am Job: Michael Lindenmann.
Am Arbeitsplatz gelassener umgehen
Michael Lindenmann, Regionalleiter des schwulen Networks Ostschweiz / Liechtenstein, setzt sich für Gleichberechtigung von queeren Menschen ein. Auch am Arbeitsplatz. Der PR-Berater bei der St. Galler Mediapolis empfiehlt heterosexuellen Führungskräften, sich mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten auseinanderzusetzen, um ein Arbeitsklima zu schaffen, in denen queere Menschen ermutigt werden, sich zu outen.
Zum Interview in «Leader»
Was du sonst noch lesen könntest
Sternchen, Gender-Gap oder Binnen-I: Wie gendert mensch richtig?

Republik über die Personenstandsänderung bei trans Personen: Die letzte Hürde.
FERNSEHEN
Impulsgeberin: Verena Stefan in einem Interview von 2010.
Sternstunde Kunst: «Der Mensch meines Lebens bin ich»
Sie hat eines der prägendsten Beiträge zur Frauenemanzipationsbewegung verfasst: die Berner Schriftstellerin Verena Stefan (1947–2017). Mit «Häutungen» schrieb sie sich 1975 in Berlin vom Leibe, wie es für sie war, aus heterosexuellen Machtstrukturen auszubrechen, um sich zu ihrer lesbischen Identität durchzuringen. Das Buch wurde zum Bestseller (mehrere Hunderttausend verkaufte Exemplare) und in mehrere Sprachen übersetzt. Der bewegende SRF-Dokumentarfilm «Der Mensch meines Lebens bin ich» geht ihrem Lebensweg nach – anhand von Interviews mit Stefan, ihrem Bruder, Weggefährtinnen und ihrer Witwe Lise Moisan. Unbedingt ansehen!
Zum SRF-Beitrag
Dialog zwischen Jung und Alt: Vincent (l.) mit Bruno.
Schulfernsehen über Homosexualiät.
Der 14-jährige Vincent besucht den schwulen 76-jährigen Bruno und befragt ihn über sein Leben und darüber, wie sich die Akzeptanz von Homosexuellen in den letzten Jahrzehnten verändert habe. Ein sympathisches Gespräch, in dem Bruno dem Jüngling auch das Buch «Verborgene Liebe» unserer Präsidentin Barbara Bosshard empfiehlt, damit er sich er sich über die Geschichte von schwulen Menschen in der Schweiz kundig machen kann.
Zum Beitrag von SRF
AUSSTELLUNGEN
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«Aufregende Expedition» im Naturhistorischen Museum
Die Natur des Menschen hat viele Facetten, und das thematisiert die Ausstellung «Queer – Vielfalt ist unsere Natur». Das Naturhistorische Museum in Bern eröffnet sie am 9. April 2021 (bis 10. April 2022) und schreibt: «Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen wissenschaftlichen Fakten und aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Eine aufregende Expedition in die bunte Vielfalt von Natur und Gesellschaft.» Wir sind gespannt.
Der Weg zu «Queer»
BLOGS & PODCASTS
Schlagabtausch: Carolin Encke vs. Vaginal Davis.
Tender Talks im Schauspielhaus
Im Februar und März hat das Schauspielhaus Zürich alle 14 Tage zu einem Zoom-Gespräch über «Nähe in Zeiten der Distanz» eingeladen. Zwei oder drei illustre Gäst*innen versuchen dabei, sich näher zu kommen. So diskutiert etwa Sibylle Berg mit Ruth Westheimer oder Carolin Emcke mit Vaginal Davis.
Zu allen Tender Talks
Ist queere Literatur nur ein Nischenprodukt?
In ihren Büchern seien queere Paare glücklicher als heterosexuelle, sagt die Autorin Simone Meier im SRF-Podcast «Was ist queere Literatur». Denn als sie sich als Teenager für lesbische Frauen interessiert habe, habe sie in Büchern und Filmen nur unglückliche queere Menschen angetroffen. In der spannenden SRF-2-«Kontext»-Sendung kommen neben Meier die Schriftsteller Donat Blum und Christoph Schneeberger zu Wort – sowie die Literaturwissenschaftlerin Katja Raums. Tipp: Die queere Literaturzeitschrift «Gitter», die Blum mitherausgibt.
Zum Beitrag in SRF 2
Podcasts zu queeren Themen
Unverschämt und unbesprochen: Laura Späth forscht zum Thema Scham. Und über dieses Thema unterhält sie sich mit Gästen. Zum Beispiel mit den trans Männern Christian und Jonas aus München, Mitglieder des Vereins Transmann e.V.  «für alle Frau-zu-Mann (FzM/FtM) Trans* und Inter*-Personen».

Zurich Pride Podcast von Alexander Wenger. Er hat bereits über 50 Episoden realisiert. Bei seinen spannenden Gegenüber scheut er sich nicht, auch Tiefgründiges nachzufragen.
 
Stapferhaus-Podcast: Anlässlich der Ausstellung «Geschlecht» im Stapferhaus Lenzburg unterhalten sich trans Frau sowie Sportjournalistin Jil Lüscher und trans Mann Henry Hohmann, Mitgründer von Transgender Network Switzerland und Kunsthistoriker über den von ihnen gewählten.

anno-punktpunktpunkt: Spätestens um 1890 waren Lebensgemeinschaften und Liebesbeziehungen bürgerlicher Frauen in Deutschland und Schweden ein gesellschaftlich wahrnehmbares Phänomen. Über die Entstehung dieses Lebensmodells und über das Funktionieren in einer bürgerlichen Gesellschaft spricht Podcaster Philipp Janssen mit Autorin Bianca Walther.
LITERATUR
Das Pinke Sofa: der schwule Buchclub
Der Schweizer Josia (18) und der Berliner Kau (24) gründeten vor kurzem einen schwulen Buchclub im Internet. Die beiden wollen jeden Monat ein neues Buch vorstellen und anschliessend mit den Autor*innen ein Interview führen. Darüber hinaus wollen sie während des ganzen Monats auf queere Bücher, vor allem Neuerscheinungen, hinweisen.
Mehr Informationen auf «Männer*»
«Selbstsicherheit ist wichtig»: Nora Eckert.
Auch ein spätes Outing ist ein Outing
Sie hat im legendären Westberliner Travestie-Club Chez Romy Haag gearbeitet, später als Büroangestellte und Opernkritikerin. Nun stellt sie ihre Autobiografie vor und outet sich gleichzeitig zum ersten Mal: die Berlinerin Nora Eckert, ursprünglich aus Bayern. «Wie alle, nur anders. Ein transsexuelles Leben in Berlin». Im Interview mit «Siegessäule» erzählt sie, warum sie sich mit 65 dazu entschieden hat. Und in der NDR-Talkshow vom 26. März kann man die witzige und schlagfertige Dame auch kennenlernen.
Besprechung in «Siegessäule»
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Zwölf Frauen erzählen
«Mädchen, Frau etc.» erzählt Geschichten, die der Literatur noch fehlten, schreibt die FAZ, und auch die Teilnehmer*innen des SRF-Literaturclubs (ab Minute 4) lobten den Roman in den höchsten Tönen. «Das Buch sollte Schulstoff sein», sagte Schauspielerin Ursina Lardi. Die britische Schriftstellerin Bernardine Evaristo porträtiert darin zwölf starke, mutige schwarze Frauen, ein paar davon lesbisch, eine nonbinär. Evaristo hat dafür als erste schwarze Frau den Booker-Preis erhalten. Kürzlich auf Deutsch veröffentlicht.
Rezension in der FAZ
«Celebrating ten years of cult UK pinaup zine»: Fotograf Adrian Lourie.
For Boys only: «Meat»
Während zehn Jahren hat der britische Fotograf Adrian Lourie Männer mit viel Haut in all ihren Erscheinungsformen fotografiert: dünne, dicke, grosse, kleine, hellhäutige, dunkelhäutige, behaarte, unbehaarte, jüngere, ältere und so weiter. Um zu zeigen: Auch Männer, die nicht als Posterboys glänzen, können sexy sein. Und auch, um ein Zeichen zu setzen gegen Bodyshaming. Meist hat Lourie seine Männer in ihrer gewohnten Umgebung abgelichtet, sodass jedes Bild eine Geschichte erzählt. Das Resultat veröffentlichte er im monatlich erscheinenden Magazin «Meat», das nun eingestellt wurde. Zurzeit bereitet er mit dem «Meat»-Material ein umfangreiches Coffee Table Book vor, das demnächst erscheint und bereits vorbestellt werden kann.
Zum Buchvorstellung-Video
SCHLUSSPUNKT
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«Die Idee, dass Sex nur existiert, um sich fortzupflanzen, ist kompletter Unsinn, erfunden von Priestern und Rabbis. Unsere Konzepte, was natürlich und unnatürlich ist, wurden nicht der Biologie entnommen, sondern der christlichen Theologie»
Yuval Noah Harari in einem Interview über Homosexualität. Der israelische Autor von «Eine kurze Geschichte der Menschheit» ist einer der brillantesten Denker unserer Zeit
Zum Video-Interview
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
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