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Newsletter Dezember 2020
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Wo einst der «Kreis» feierte: weihnächtliche Stimmung am Neumarkt. Foto zur Verfügung gestellt von Giovanni Lanni.
Liebe queerAlternde
Dieses Jahr hat uns allen viel abverlangt. Unsere Gedanken sind bei den Kranken, Verstorbenen und Hinterbliebenen. Und bei allen, die unter der derzeitigen Krise leiden.
 
Doch das zu Ende gehende Jahr hatte auch gute Seiten: So schaffte queerAltern den Durchbruch mit dem queeren Lebensort «Espenhof – Wir leben Vielfalt!» Und die Ehe für alle wurde vom Parlament abgesegnet. Ein überparteiliches Komitee hat jedoch bereits angekündigt, dass es das Referendum ergreifen werde.
 
Espenhof – wie weiter? Dies fragten wir unsere Mitglieder Anfang November über eine Online-Befragung. Es haben fast 40 Prozent unserer Mitglieder mitgemacht. Herzlichen Dank für dieses grosse Interesse. Mehr zur Befragung siehe weiter unten.
 
2020 war das Jahr der Absagen und Verschiebungen. Planungssicher sind einzig Online-Veranstaltungen. Das wird sich nicht so schnell ändern und macht es schwierig, vor Ort Veranstaltungen mit einem Live-Publikum zu organisieren. Der Vorstand hat für 2021 eine Liste von Veranstaltungen zusammengestellt. Doch es ergibt noch keinen Sinn, Daten festzulegen.
 
Wir wünschen euch, dass ihr die Festtage trotz Einschränkungen guten Mutes begehen könnt. Und versucht, gesund zu bleiben!
 
Der queerAltern-Vorstand
Barbara Bosshard, Caroline Bisang, Christian Wapp, Gioia Hofmann und Willi Leutenegger

IN EIGENER SACHE
Die Teilnehmenden am Podium: Jenny Schäubli, Max Krieg, Benjamin Thorman, Luzia Brändli, David Garcia Nuñez, Salome Zimmermann, Pascal Pajic, Alexander Wenger und Barbara Bosshard (v.l.). Foto: Sandra Meier. / gestaltungskiosk.ch
Von jung bis alt: Coming-out ohne Ende
Es gibt nie nur ein erstes Coming-out. Queere Menschen stehen ein Leben lang vor Situationen, in denen sie sich fragen müssen, ob sie sich offenbaren sollen oder müssen. Darüber diskutierten Barbara Bosshard und Alexander Wenger anlässlich eines Podiumsgesprächs mit bisexuellen, lesbischen, schwulen, nonbinären und trans Menschen. Die Veranstaltung vom 30. November fand im Rahmen des Filmfestivals Pink Apple und der Kosmopolitic-Reihe im Kosmos-Salon statt – ohne Live-Publikum. Den Live-Stream verfolgten rund 70 Menschen. Wer das Podium verpasst hat, kann dies auf youtube nachholen.
Zum Live-Stream «Coming-out ohne Ende»
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Mit Liebe gebacken, mit Liebe verpackt: Patrick Ehrat (l.) und Bruno Hofer von der queerAltern-Tavolata-Gruppe. Foto: Barbara Bosshard
queerAlternde backen für die Sonnenstube
Es hat nicht sollen sein: Für den 12. Dezember mieteten wir für unsere Mitglieder die Johanneskirche in Zürich und engagierten den Organisten Andreas Wildi, der die Nussknacker-Suite hätte vortragen sollen. Doch just ab 12. Dezember wurden vom Bund alle Kulturveranstaltungen verboten, und wir mussten das Konzert auf unbestimmte Zeit verschieben. Gleichzeitig hätten wir auch queerAltern-Mitgründer Vincenzo Paolino gebührend aus dem Vorstand verbschieden wollen, weil wir dazu bisher keine Gelegenheit hatten. Und da wir ohnehin keinen Apéro kredenzen durften, wollten wir allen Konzertbesucher*innen ein Prosecco-Fläschchen und ein Säckli mit Guetzli auf den Stuhl legen. Die Cüplilieferung konnten wir bei der queeren Weinhändlerin Maria Bühler abbestellen, die Guetzli waren bereits mit viel Liebe gebacken und abgefüllt. Diese Aufgabe hatte die queerAltern-Tavolata-Gruppe übernommen, der wir dafür herzlich danken. Die Guetzli der Tavolata-Gruppe wurden in Pfarrer Siebers Sonnenstube gebracht. Die Freude dort war gross.
Online-Befragung: Espenhof – wie weiter?
Bekanntlich können 2025 im queeren Haus der Überbauung Espenhof nur Bewohner*innen der Stadt Zürich einziehen – und eine*r der beiden Partner*innen muss mindestens 60 Jahre alt sein (siehe queer Wohnen mit den Unterkapiteln Daten und Fakten und FAQ). Deshalb wollten wir von unseren Mitgliedern wissen, ob wir zusätzlich eine Liegenschaft suchen sollen für Menschen, die ausserhalb der Stadt wohnen und allenfalls jünger sind. An der Befragung haben fast 40 Prozent unserer Mitglieder teilgenommen. Fazit: Über 90 Prozent der Befragten wünschen, dass queerAltern eine Alternative zum Espenhof sucht. Dazu hat sich eine Gruppe von acht Personen interessiert erklärt, an einer neu zu bildenden Arbeitsgruppe «Immobiliensuche und Architektur» mitzuwirken.
Zur Auswertung der Umfrage
queerAltern-Veranstaltungen 2021
Ideen für Veranstaltungen haben wir genug. Ein Team hat sich dazu bereits Gedanken gemacht und darauf geachtet, dass die Veranstaltungen in Kleingruppen (und bei Bedarf mehrmals hintereinander) durchgeführt werden können. Wir haben all die von uns in Erwägung gezogenen Möglichkeiten auch nicht terminiert, da wir sie – je nach Situtation – kurzfristig ankündigen werden. Einzig die Generalversammlung vom 15. Juni 2021 haben wir fix eingeplant, in der Hoffnung, dass wir die nächste GV nicht wieder schriftlich durchführen müssen. Oder auch die Pride (18.–20.6.2021). Tragt euch diese Daten schon mal in eurer Agenda ein.
HELPLINES
Wenn Corona oder Weihnachten aufs Gemüt schlägt
Bevor euch die Decke auf den Kopf fällt, und euch fällt gerade niemand ein, an die oder den ihr euch wenden könnt, dann stehen euch verschiedene Helplines zur Verfügung. So etwa der queerAltern-Besuchsdienst oder die LGBT-Helpline. Zudem hat das Bundesamt für Gesundheit eine Liste von Anlaufstellen zusammengestellt. Noch nicht aufgeführt ist dabei die neue Webseite der Zürcher Gesundheitsdirektion Gesund Zürich.
Zu den vom BAG empfohlenen Beratungsstellen
Ähnlich wie ein Rundtelefon in der Schule: Darstellung aus dem Erklär-Video von Pro Senectute.
Telefonkette gegen Social Distancing
Bleibt zu Hause, trifft so wenig Menschen wie möglich: dies die dringende Empfehlung des BAG. Das ist vor allem für Alleinstehende und Betagte schwer auszuhalten. Eine Möglichkeit, regelmässige Kontakte zu pflegen, bietet sich durch eine sogenannte Telefonkette. Wie man eine solche einrichtet, erklärt Pro Senectute.
Anleitung zur Organisation einer Telefonkette
SZENE
Community – das queere Weihnachts-Musical
Künstler*innen und Aktivist*innen der queeren Community haben sich Anfang November zusammengetan und innerhalb von wenigen Wochen ein Musical auf die Beine gestellt, das ab 24. Dezember gestreamt werden kann. Mitwirkende sind u.a. Tobias Urech als Mona Gamie, Tamara Funiciello, Tim Hunziker, Michael von der Heide oder Gossipa. Die Idee dazu hatte Florian Vock, der auch die Produktionsleitung macht. Spenden sind willkommen, um damit Gagen bezahlen zu können. Schliesslich sind derzeit die meisten freischaffenden Künstler*innen arbeitslos. Hier gehts zu einem Bericht in der TV-Sendung «Gesichter und Geschichten».
Alle Informationen und Spenden-Link
Bibliothek fürs Regenbogenhaus
Das Regenbogenhaus im Zollhaus soll im Mai 2021 eröffnet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird auch die schwul/bi-Sammlung der Schwubliothek ausgeweitet – auf Themen aus dem ganzen LGBTIQ-Spektrum. Wenn du Ideen hast, welche Bücher oder DVDs in einer queeren Sammlung nicht fehlen dürfen, dann melde dich bei der Arbeitsgruppe Bibliothek Regenbogenhaus. Zudem suchen die Medienauswahlteams Verstärkung von Leuten, die sich in einzelnen Bereichen von queeren Medien gut auskennen. Melde dich dazu über Mail an.
Zur Arbeitsgruppe Bibliothek Regenbogenhaus
Der «warme Mai» sucht Mitmacher*innen
Das Team, das den «warmen Mai» organisiert, hat sich vergrössert und ist laut eigenen Angaben «mit Schwung unterwegs, um den Mai nach 20 Jahren etwas durchzulüften und aufzuschütteln.» Gleichwohl sucht das Team noch weitere Menschen, die mitmachen möchten.
Melde dich zum Mitmachen bei Hannes Rudolf
KUNST
Queerness im Museum: «Siobhan in my mirror» von Nan Goldin, 1992, Berlinische Galerie / Marian Goodman Gallery.
Queere Sichtbarkeit in der Berlinischen Galerie
Seit Ende Oktober zeigt die Berlinische Galerie die digitale Ausstellung «Out and About. Queere Sichtbarkeit in der Sammlung». Das Museum will damit queere Perspektiven in künstlerischen Werken aufzeigen, von den 1920er-Jahren bis zur Gegenwart. Dazu Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie: «Queerness ist definitiv in den Mainstream-Medien angekommen. Allerdings ist nach wie vor in der Kunst ein Kanon vorherrschend, in dem queere Künstler*innen nicht repräsentiert sind. Es bleibt daher noch viel zu tun.»
Zur Ausstellung «Out and About»
Lesbische Pionierinnen: Ottilie W. Roederstein (l.) und Elisabeth Winterhalter.
Werkschau von Ottilie W. Roederstein
Das Kunsthaus Zürich widmet zurzeit der lesbischen Kunstmalerin Ottilie W. Roederstein (1859–1937) eine Werkschau. Sie war zu ihren Lebzeiten eine der erfolgreichsten Schweizer Maler*innen und ist heute fast vergessen. Nicht nur ihr Werk ist bemerkenswert, sondern auch ihre Lebensweise. So lebte sie zusammen mit Elisabeth Winterhalter, der ersten Chirurgin Deutschlands, «very much out oft he closet» («Tages-Anzeiger»). Die beiden sollen sich selbst «Tilly» und «Hans» genannt haben. Bis 5. April 2021.
Zu Ottilie W. Roederstein im Kunsthaus
STREAMING
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Angebot des Virtuellen Kosmos: «And Then We Danced» von Levan Akin mit Levan Gelbakhiani.
Schweizer Kinos mit Streaming-Angeboten
Wer zurzeit ins Kino möchte, steht vor verschlossenen Türen. Einige Kinos bieten Videos on Demand als Ersatz an. So etwa der Virtuelle Kosmos oder die Arthouse-Kinos. Vereinzelt finden sich darunter auch Filme mit queeren Themen. Wie zum Beispiel der hochgelobte schwedisch-georgische Spielfilm «And Then We Danced».
Singen und tanzen gegen Homophobie: Maryl Streep und James Gordon.
Coming-out-Musical mit Meryl Streep
Um sich wieder ins Gespräch zu bringen, reisen vier etwas heruntergekommene Broadway-Musical-Stars in ein Kaff in Indiana. Dort wollen sie eine wegen ihrer lesbischen Neigung gemobbte Schülerin unterstützen, und es kommt zu einem Culture Clash mit der homophoben Landbevölkerung. Das knallige, schrille, trashige und kunterbunte Filmmusical von Ryan Murphy («Glee») trumpft auf mit Stars wie Meryl Streep, James Gordon oder Nicole Kidman und erntete ziemlich durchzogene Kritiken. Gleichwohl kann man sich fragen, ob ein solcher Unterhaltungsfilm nicht mehr für Akzeptanz wirbt als LGBTIQ-Insider-Dramen, die nur von der Community gesehen werden. Auf Netflix.
Zu einem Beitrag in der «Süddeutschen Zeitung»
Queere Filme und Serien für lange Winterabende zu Hause
Soeben hat die Webseite der Zeitschrift «L-Mag» eine Liste mit lesbischen und queeren Hauptfiguren zum Streamen veröffentlicht: hier. Und Und wie immer ein Tipp: der Salzgeber-Club mit neuen queeren Filmen jede Woche.
BÜCHER
Andy Warhol: Love, Sex & Desire. Drawings 1950–1962
Lange vor seinem Aufstieg an die Spitze der Pop Art schuf Andy Warhol eine Reihe verführerischer Zeichnungen zur Feier männlicher Schönheit. Andy Warhol Love, Sex & Desire: Drawings 1950-1962 enthält auf fast 400 Seiten über 300 dieser hauptsächlich mit Tusche auf Papier ausgeführten Arbeiten. Ein Einblick in die frühen und weniger bekannten Arbeiten des einstigen Werbeillustrators. Wie immer beim Taschen-Verlag sorgfältig zusammengestellt und mit hoher Druckqualität.
Zu Taschen mit Einblick ins Warhol-Buch
Autorin historischer Romane: Christine Wunnicke.
Literaturpreis für Christine Wunnicke
Christine Wunnicke erhielt am 28. November den renommierten Wilhelm Raabe-Literaturpreises. Das Oeuvre dieser deutschen Autorin sei im besten Sinne queer, schreibt das Portal queer.de: «In ihren historischen Romanen wimmelt es von Außenseitern, auf den Kopf gestellten sozialen Rollenzuschreibungen, schwule Liebesgeschichten sind an der Tagesordnung.» Den Preis bekam Wunnicke für ihr jüngstes Werk «Die Dame mit der bemalten Hand». Erwähnung fand auch das frühere Werk «Missouri», das kürzlich in einer Neuedition erschienen ist.
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis über Christine Wunnicke
Verwandte des Autors: Ausschnitt aus dem Buch-Cover.
Lesbisch und geisteskrank: Der Mord an Ursula Murawski
Sie war lesbisch und litt an Epilepsie. Von den Nationalsozialisten wurde sie als geisteskrank diagnostiziert und zwangssterilisiert. Und 1940 erlitt sie als 24-Jährige in einer Anstalt den Hungertod. Der Autor Andreas Burmester zeichnet in seinem Buch «Versandung. Annäherung an eine einzige gesprochene Andeutung» das Leben seiner Verwandten Ursula Murawski nach. Entstanden ist eine eindringliche Biografie eines Euthanasie-Opfers im nationalsozialistischen Deutschland.
Besprechung von «Versandung» auf queer.de
Schrieb vor über 45 Jahren über ihr Leben als trans Frau: Jan Morris.
Abenteurerin und trans Aktivistin
Jan Morris war Mitglied der Erstbesteigung des Mount Everest, interviewte Che Guevara und lebte ab 1972 als trans Frau. Davon und noch viel mehr erzählt die Reporterin und Schriftstellerin (1926–2020) in ihrer Autobiografie «Rätsel. Betrachtung einer Wandlung», die sich liest wie ein phantastischer Abenteuerroman. Das Buch über ihr Leben als trans Frau – sie liess sich 1972 geschlechtsangleichend operieren – erschien 1974 unter dem Original-Titel «Conondrum» und liegt jetzt in einer neuen Übersetzung vor. Siehe auch Schlusswort.
Beitrag über Jan Morris in der taz
STUDIEN
Vorankündigung: Ende Januar 2021 startet die Befragung zum dritten LGBTIQ+ Panel
Schweizer LGBTIQ+ Panel: Abschlussbericht 2020
Die beiden Psychologinnen Tabea Hässler und Léïla Eisner der Universität Zürich und Lausanne haben 2019 den Schweizer LGBTIQ+ Panel ins Leben gerufen und die Erhebung 2020 zum zweiten Mal durchgeführt. Ziel ist es, Veränderungen der Situation von LGBTIQ+ Personen über die Zeit zu beurteilen. Teilgenommen haben 1792 Personen. Eine der Erkenntnisse: «In der Schweiz sind LGBTIQ+ Personen nach wir vor mit Vorurteilen, Diskriminierung und strukturellen Ungleichheiten konfrontiert.» Die ausführlichen und wissenschaftlich ausgewerteten Resultate der Studie könnt ihr in verschiedenen Sprachen runterladen. Ein Glossar erklärt dabei auch die Begriffe, die man zum Lesen der Studie benötigt.
Hier gehts zum ausführlichen Abschlussbericht des Panels
Studie über Hass auf queere Menschen
In Deutschland ist der Hass auf Lesben, Schwule und trans Menschen laut einer Studie «gesellschaftlich breit verankert». Meist seien die Opfer jung. Das Risiko, attackiert zu werden, sei vor allem im Nachtleben ein ständiger Begleiter. In der Schweiz dürfte es ähnlich sein.
Zum Artikel im «Berner Zeitung»
DIES & DAS
Seit 30 Jahren ein Paar: Hugh Nini (l.) und Neal Treadwell.
Das Männerpaar hinter «Loving»
Irgendwann hat ein Männerpaar aus New York angefangen, Fotos mit Männerpaaren zu sammeln. Und kürzlich ist daraus das Fotobuch «Loving – Männer, die sich lieben, Fotografien aus den Jahren 1850 – 1950» entstanden, über welches viele Medien berichteten. Ein Reportage-Team des bayerischen Fernsehens hat die Initianten des Buchs besucht. Und hier gehts zu einem Interview mit den beiden in «The Queer Review».
Zur Mediathek von «Bayern 3»
Erkunden die Welt: Daan (l.) und Karl im Luxuszug von Namibia nach Südafrika.
Falls wir wieder einmal in die Ferne schweifen dürfen
Reisen in die Ferne sind zurzeit nicht angesagt. Gleichwohl kann man davon träumen. Zum Beispiel beim Lesen des Reiseblogs Couple of Men. Der Blog wurde soeben vom australischen Verlag Lonely Planet als LGBTIQ+ Storyteller des Jahres ausgezeichnet. Hinter Couple of Men stehen das niederländisch-deutsche Paar Daan und Karl: «Our blog is about the Life of two (gay) Men loving and traveling the world together.»
Zu Couple of Men
MEDIEN
Aktivist, Blogger, Moderator, Podcast-Interviewer: Daniel Frey.
Wenn das Private politisch wird
«Ich zahle Steuern, aber heiraten darf ich nicht» Normalerweise ist er derjenige, der Fragen stellt: der Berner Medienschaffende und Aktivist Daniel Frey. Nun hat er sich den Fragen der «Berner-Zeitung» gestellt. Er setzt sich seit vielen Jahren für die gleichen Rechte von queeren Menschen ein, moderiert die Sendung «Gay Radio» auf Radio Rabe, ist Autor des «stinknormal.blog», interviewt Menschen für den Podcast «Der queere Alltag» und ist zudem Vizepräsident der Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern.
Zum Artikel in der «Berner-Zeitung»
Stolz auf «LGBT-freie Zonen»: rot eingefärbt.
Polen, ein tief gespaltenes Land
Kürzlich wurde bekannt, dass der polnische Nationalheilige Chopin höchstwahrscheinlich schwul war (siehe hier). Das passt natürlich gar nicht zu einem Land, in dem Politiker*innen und Geistliche offiziell Homohass schüren und das stolz ist auf seine «LGBT-freien Zonen». Die Dezember-Ausgabe von «QueerAmnesty» widmet sich dem Thema mit dem Schwerpunkt «Polen – ein tief gespaltenes Land. Kirche und Politik hetzen gegen LGBTQ-Ideologie».
Zum Artikel in «QueerAmnesty»
Das schmerzende Geschlecht
Was ist cis, was ist trans? Und warum erlebt transgender einen Boom? Psychiater David Garcia Nuñez, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von queerAltern, gibt der «Weltwoche» Auskunft. David hat am Basler Universitätsspital den Schwerpunkt Geschlechtervarianz aufgebaut und sitzt für die Alternative Liste im Zürcher Gemeinderat.
Zum Artikel in der «Weltwoche»
Hat Gesetzeslücke entdeckt: Boris Dittrich.
Vater der Ehe für alle
Er gilt als Vater der Ehe für alle: der Niederländer Boris Dittrich. Dabei wollte er erstens nicht schwul sein und zweitens nicht heiraten. Trotzdem ist es laut einem Porträt in der NZZ auch sein Verdienst, dass sich Homosexuelle in vielen Ländern heute trauen dürfen.
Zum Artikel in der NZZ
«Homo-Heiler drängen in die Schweiz»
Das Schweizer Parlament findet es nicht nötig, «Homo-Heilern» das Handwerk zu legen. Anders Deutschland, wo Konversionstherapien verboten sind. Deshalb drängt ein Homo-Heiler-Verein in die Schweiz. Der «Beobachter» hat recherchiert.
Zum Artikel im «Beobachter»
queere Menschen sind auch Konsument*innen: aus einer Renault-Werbung.
Für Menschen mit Benzin im Blut
Bereits in den 1990er-Jahren hat Toyota in Australien angefangen, systematisch Schwule zu bewerben – und hat inzwischen viele Nachahmer gefunden. «Die Mannschaft» stellte eine Serie von Auto-Werbespots für Schwule und Lesben zusammen. Kleines Amüsement zwischendurch.
Zum Beitrag in «Die Mannschaft»
Wissenslücken und diskriminierende Strukturen
Die Meldung ging weltweit durch die Medien: Elliot Page, der kanadische Schauspieler  aus «Juno» und «The Umbrella Accademy, outete sich auf Twitter als trans. Die «taz» stellt fest, dass die Reaktionen darauf «Wissenslücken und diskriminierende Strukturen» offenlegen.
Zum Beitrag in der taz
SCHLUSSWORT
«Dass mein Rätsel einfach eine Frage von Penis oder Vagina sein sollte, von Hoden und Gebärmutter, scheint mir bis heute eine abwegige Vorstellung, denn es ging doch nicht um meinen Fortpflanzungsapparat, sondern um mein Ich.»
 

Jan Morris, Autorin von «Rätsel. Betrachtung einer Wandlung». Sie ist am 20. November 2020 als 94-Jährige gestorben.
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
info@queeraltern.ch
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