Wenn Sie diese Information nicht lesen können, klicken Sie bitte hier.
Logo
Newsletter Oktober 2020
586D32EB-EFF3-12A3-CD395F54B13685D0.png
Er ist wieder da: Zum dritten Mal gibt Ralf König eine Leseshow für queerAltern – dieses Jahr am 20. Oktober mit seinem Jubiläumsprogramm «40 Jahre Nasenmalerei» im Kulturhaus Kosmos.
Liebe queerAlternde
Jeden Monat sammelt sich viel Interessantes an, das wir euch nicht vorenthalten möchten. Das macht den queerAltern-Newsletter stets etwas lange und widerspricht eigentlich der Form eines Newsletters. Doch auch wenn der Newsletter den gebräuchlichen Regeln von kurz und bündig widerspricht, sind wir der Meinung, dass wir lieber inhaltlich gehaltvoll sind und bleiben.
 
Dieses Mal ist beim Inhaltsverzeichnis wieder die Ankerfunktion eingestellt. Das bedeutet, dass du einen Titel anklicken kannst, und dann gelangst du direkt zum Artikel. Diese Funktion ist leider nur bei einem stationären Computer von Nutzen. In mobilen Geräten klappt diese Funktion nicht. Da gibt es nur eines: Runterscrollen, bis du etwas Interessantes für dich entdeckst.
 
Wir hoffen natürlich, dass auch du etwas Spannendes findest. Die queerAltern-News wie immer am Anfang.
 
Herzliche Grüsse
Der queerAltern-Vorstand mit Barbara Bosshard, Caroline Bisang, Christian Wapp, Gioia Hofmann und Willi Leutenegger


INHALTSVERZEICHNIS
- Espenhof-Begehung: Ersatz-Veranstaltung
- Alles über «Espenhof – Wir leben Vielfalt!»
- Dieter Achtnich tritt zurück
- queerAltern trifft sich mit Aids-Hilfe Basel
- Ralf König, Olga Tucek und mehr
- Pink Apple eröffnet mit Teddy-Award-Gewinner «Futur Drei»
- Filme über Senior*innen aus der Ex-DDR, Frankreich und Hongkong
- Fokusthemen am Pink Apple
- Weitere queere Filmfestivals in der Schweiz
- «Ich, Pierre Seel, deportiert und vergessen»
- Geburtstagsparty mit Seelen-Striptease
- Nikolaus Wyss auf dem Amakong
- Wenig Good News von Queer Amnesty
- Günther Krabbenhöft: «Zum Jungsein ist man nie zu alt»
- Obdachloser Transvestit und Omas Geheimnis
- Coming-out nach dem Tod: Susan Sontag
- 100 Jahre sich liebende Männer
- Drei Frauen definieren ihre Freundschaft neu
- Queer Sex Health
- Der grosse Aids-Roman
- HIV-negativer Langzeitüberlebender
- Aufbruch ohne Ziel
- René Hubert – unser Mann in Hollywood
- Crowdfunding fürs Regenbogenhaus
- Pride-Monat an der Uni St. Gallen
- Kognitives und emotionales Training für ältere Menschen
- Gesucht: homosexuelle*r Grossmutter oder Grossvater

ESPENHOF
Espenhof-Begehung: Ersatz-Veranstaltung
Die Espenhof-Begehung vom 10. Oktober ist ausgebucht. Wir bieten am 17. Oktober eine zusätzliche Begehung an, für die es noch wenige Plätze hat. Es geht um die Besichtung der Siedlung Espenhof, wo die Stadt Zürich queeren Menschen ab 2025 ein Haus mit zirka 26 Wohnungen zur Verfügung stellt. Wir starten um 10 Uhr. Wir werden euch das Projekt kurz vorstellen und Fragen beantworten. Danach machen wir gemeinsam einen Spaziergang durch das Areal. Bitte mit Namen aller Teilnehmenden anmelden. Dann teilen wir den Angemeldeten die Adresse des Treffpunkts mit.
Anmeldung
Alles über «Espenhof – Wir leben Vielfalt!»
Alles, was wir bislang über das Projekt «Espenhof – Wir leben Vielfalt!» wissen, könnt ihr jetzt auf unserer Webseite nachschlagen. Alle Daten und Fakten im Überblick. Ebenso haben wir eine Zusammenstellung mit häufig gestellten Fragen (FAQ) samt Antworten zusammengetragen.
IN EIGENER SACHE
DF033A58-B0E8-DCC9-49E55CEE8DEAB103.png
Dieter Achtnich tritt zurück
Er war einer der Wegbereiter zur Gründung von queerAltern vor sechs Jahren. Seither war Dieter Mitglied des erweiterten Vorstands und Co-Leiter der Arbeitsgruppe «Immobiliensuche und Architektur». In dieser Funktion hat er zahlreiche Kontakte zur Immobilienbranche geknüpft und mehrere Projekte bezüglich Tauglichkeit mitgeprüft. Zudem moderierte er jeweils die GVs und gab mit einem Caring-Community-Workshop dem Verein neue Impulse. «Nachdem nun mit dem Espenhof ein wichtiges Ziel erreicht worden ist, ist das ein guter Zeitpunkt, mich als aktives Mitglied von queerAltern zurückziehen – ich bleibe aber weiterhin Mitglied des Vereins, weil er sich für eine gute Sache einsetzt», sagt Dieter Achtnich. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und sein grosses Engagement. Der Verein kann weiterhin von vielem profitieren, was Dieter angepackt hat.
Dieter Achtnich über zweites Coming-out und queerAltern
queerAltern trifft sich mit Aids-Hilfe Basel
Barbara Bosshard und Willi Leutenegger trafen sich in Basel mit Vertretern der Aids-Hilfe Basel. Diese möchte in Basel einen queeren Lebensort etablieren und erkundigte sich bei queerAltern, wie der Verein das mit dem Espenhof geschafft habt. Barbara und Willi empfahlen der Aids-Hilfe, zuerst einen Verein zu gründen, um das Anliegen zusammen mit einer möglichst breit abgestützten queeren Bevölkerung durchzusetzen.
Ralf König, Olga Tucek und mehr
14.10.2020 / 11:30 Uhr: queerAltern-Erzählcafé in der Genossenschaft Banlieu

20.10.2020 / 20 Uhr: «40 Jahre Nasenmalerei» mit Ralf König im Kosmos-Forum: Tickets. 
 
7.11.2020 / 18 Uhr: Olga Tucek singt liederliche Lieder in der Helferei. Restkarten erhältlich. Das Konzert vom 26.9. musste wegen eines Coronafalles in der Helferei kurzfristig abgesagt werden. Restliche Tickets.

30.11.2020 / 18 Uhr:  «Les Invisibles – Die Unsichtbaren». Reprise des preisgekrönten Dokumentarfilms  im Kino Kosmos. Als Einstimmung zum Thema «Coming-out ohne Ende» um 18 Uhr im Kino Kosmos. In Zusammenarbeit mit Pink Apple. Mehr über den Film.

30.11.2020 / 20.15 Uhr: Podiumsgespräch «Von jung bis alt: Coming-out ohne Ende» im Kosmos-Forum. Barbara Bosshard und Alexander Wenger moderieren den Abend, an dem  jüngere und ältere Lesben, Schwulen und trans Menschen miteinander über ihre Coming-outs reden. In Zusammenarbeit mit Pink Apple und Kosmos. Siehe Teilnehmer*innen und alle Informationen. Anmeldung wegen Coronabestimmungen zwingend.
Alle Events
PINK APPLE
Eine Liebe im Flüchtlingsheim: «Futur Drei».
Pink Apple eröffnet mit Teddy-Award-Gewinner «Futur Drei»
Bekanntlich konnte Pink Apple im Frühling nicht stattfinden. Es bietet nun Ersatz im Herbst: Zwischen 20. Oktober und 15. Dezember zeigt das schwullesbische Filmfestival jeden Dienstagabend vier Filmprogramme. Darüber hinaus an zwei Wochenenden in Zürich (21./22.11.) und Frauenfeld (27.–29.11.). Pink Apple eröffnet das Festival mit «Futur Drei» über zwei junge, iranstämmige Flüchtlinge, die sich in einem Flüchtlingsheim ineinander verlieben. An der Closing Night bietet Pink Apple eine weitere deutsche Filmproduktion: «Kokon» über ein 14-jähriges Mädchen, das ihre Sexualität entdeckt und ein wildes Mädchen kennenlernt.
Das Gesamtprogramm im Überblick
Wurde von der Stasi auf eine Todesfahrt mitgenommen: Christiane aus Berlin.
Filme über Senior*innen aus der Ex-DDR, Frankreich und Hongkong
Filme über ältere Menschen sind am diesjährigen Pink Apple rar. Dafür belohnt das Festival die Besucher*innen mit drei herausragenden Filmen über Senior*innen. Allen voran der Dokumentarfilm «Uferfrauen» über lesbisches Leben und Lieben im ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaat DDR: mit Einblicken, die für Aussenstehende bisher verborgen blieben. Erwähnenswert auch der Spielfilm «Suk Suk» aus Hongkong. Da verlieben sich zwei über 65-jährige, ungeoutete Grossväter ineinander – mit turbulenten Folgen. Ebenfalls ungeoutet ist eine Rentnerin im französischen Spielfilm «Deux», die mit ihrer Nachbarin schon lange eine Liebesbeziehung pflegt. Es kommt der Tag, an dem sich diese gegenüber der erwachsenen Tochter der einen nicht mehr verheimlichen lässt.
Regisseurin Barbara Wallbaum über lesbisches L(i)eben in der DDR
Nazi-Gegner: Erika und Klaus Mann.
Fokusthemen am Pink Apple
Pink Apple wartet dieses Jahr mit drei Fokusthemen auf. Zum Thema «2. Weltkrieg – 75 Jahre danach» spricht Anna Hàjkovà, Professorin University of Warwick, über die neusten Forschungen der Verfolgung von queeren Menschen während der Nazizeit (4.12.). In einem Public Viewing zeigt Pink Apple den deutschen Dokumentarfilm «Escape to Life – die Erika und Klaus Mann Story» mit anschliessendem Gespräch mit Co-Regisseur Wieland Speck – dieses in Zusammenarbeit mit queerAltern. In einem Podiumsgespräch befasst sich Pink Apple mit Konversionstherapien und zeigt zur Einstimmung den erschütternden US-Dokumentarfilm «For They Know Not What They Do» über vier religiös fundamentalistische Familien und ihre queeren Kinder. Ein weiteres Fokusthema befasst sich mit «Coming-out – eine unendliche Geschichte».
Alle Fokushemen im Überblick (Menü-Icon oben links anklicken)
Weitere queere Filmfestivals in der Schweiz
Es gibt nicht nur Pink Apple. Auch Bern und Luzern führen dieses Jahr ihre queeren Filmfestivals durch. Vom 5. – 11. November findet in Bern das LGBTI-Filmfestival Queersicht statt. Und in Luzern vom 12. – 18. November das Filmfestival PinkPanorama. Die Programme haben diese Festivals noch nicht bekanntgegeben.
PODCAST
«Ich, Pierre Seel, deportiert und vergessen»
Entlang des Holocaust-Überlebenden Pierre Seel erzählt SRF-Radioredaktor Hans Ineichen die Geschichte der Verfolgung von schwulen Männern während des Nationalsozialismus. Dabei geht es auch um den Kampf der Anerkennung von Homosxuellen als Nazi-Opfer. Ineichen spricht auch mit Albert Know, Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, der zu diesem Thema geforscht hat. Wie auch Anna Hàjkovà, die am 4. Dezember im Rahmen des Pink-Apple-Filmfestivals einen Vortrag hält (siehe PINK APPLE).
Hörenswerte «Zeitblende» über Schwule im Holocaust
STREAMING
Queeres Filmereignis des Jahres: Jim Parsons und Matt Bomer in der Neuverfilmung von «The Boys In The Band».
Geburtstagsparty mit Seelen-Striptease
Noch vor Stonewall ein erfolgreiches Theaterstück am Broadway. Dann 1970 die Verfilmung, die heute Kult ist. Nun haucht der Regisseur Joe Mantello «The Boys in the Band» neues Leben ein. Für Netflix neu verfilmt mit lauter geouteten schwulen Schauspielern, steht im Zentrum der Handlung eine Geburtstagsparty unter gut situierten New Yorkern. Sie alle mussten in den fünfziger und sechziger Jahren Strategien entwickeln, um einigermassen gesellschaftskonform zu überleben. In einer Welt, in der Homosexualität verboten war und Schwulenhass zum guten Ton gehörte. Der Film zeigt, wie sich dies zerstörerisch auf diese Männer auswirkt. Mit messerscharfen Dialogen, in denen jeder Satz ins Schwarze trifft und weh tut. Wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt. Und mit brillanten Schauspielern, die diese Dialoge zum Leuchten bringen. Im «Mannschaft-Magazin» erzählen sie über die Dreharbeiten.
Rezension auf queer.de
LESESTOFF
«Auf dem Amakong – Ein Lesebuch gegen den Hunger» von Nikolaus Wyss (mit einem Vorwort von Milena Moser).
Nikolaus Wyss auf dem Amakong
Er hat viel zu erzählen, der Autor Nikolaus Wyss. Und das tut er in seinen Blogs. Der frühere Journalist, Theaterproduzent und Rektor der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern erzählt über sein Leben in Kolumbien, seine Reisen, seine Liebschaften, sein nicht vollzogenes Coming-out und auch über seine Mutter, der Schriftstellerin Laure Wyss. Er bietet viel Unterhaltungswert, schreibt elegant, präzise und stets mit einem Augenzwinkern. Dabei gibt Wyss viel Persönliches preis, ohne sich selbst zu schonen. Jetzt ist eine Sammlung seiner Blogs als Buch erschienen. Er stellt es u.a. im Rahmen von «Zürich liest» am 23. Oktober im Volkshaus vor.
Alle Lesetermine von Nikolaus Wyss
Augenöffner: Blick in fremde queere Welten.
Wenig Good News von Queer Amnesty
Das Schweizer Queeramnesty-Magazin berichtet in seiner Septemberausgabe über die desaströse Lage von queeren Menschen in Singapur und Kenia sowie über den Pride-Sommer 2019 in der Schweiz. Alle früheren Magazine können im Archiv nachgelesen werden.
Queer-Amnesty-Magazin im Herbst
«Ich weiss nicht, ob man es einfach darauf anlegt, scheisse auszusehen»: Günther Krabbenhöft.
Günther Krabbenhöft: «Zum Jungsein ist man nie zu alt»
Die deutschen Medien nennen ihn «Hipster-Opa». Einfach, weil er eines Tages im fortgeschrittenen Alter anfing, an den Raves von Berlin abzutanzen – stets gestylt in Massanzügen wie ein britischer Superdandy. Er wird für Modeaufnahmen entdeckt und als Attraktion auf Promi-Partys herumgeboten. Wo er auftritt, ist er ein Hingucker. Nun legt der 75-jährige Vater einer Tochter seine Autobiografie vor: «Sei einfach du! – Zum Jungsein ist man nie zu alt». Krabbenhöft engagiert sich in der Berliner Gruppe «Schwule Väter» der Schwulenberatung.
Günther über seine Autobiografie in der «Berliner Zeitung»
Obdachloser Transvestit und Omas Geheimnis
In «Neon Pink & Blue» von Christoph Schneeberger findet sich ein Transvestit in einem Sommer obdach- und papierlos am Zürichsee wieder. Ohne Garderobe out the closet, ohne Badezimmerspiegel und Kostüme ergreift X ein Gefühl der Nacktheit. Mehr.

Im Roman «Die Heimat in uns» erzählt die Autorin Jenny Green von Greta und ihrer Großmutter Hannelore, die im Zweiten Weltkrieg auf der Flucht aus Breslau ihre große Liebe Ilse kennenlernte. Mehr.
Ein Leben voller Wiedersprüche: Susan Sontag.
Coming-out nach dem Tod: Susan Sontag
«Wo sie war, war Licht, Geist, Glamour» (ARD): Auch 16 Jahre nach ihrem Tod gilt Susan Sontag (1933–2004) als einflussreichste Intellektuelle der USA. Sie war Schriftstellerin, Kritikerin und Filmemacherin. Der US-Autor Benjamin Moser legt nun eine 924-seitige Biografie vor: «Sontag. Die Biografie». Und offenbart Seiten von Sontag, die bisher ungekannt waren. So soll sie sich zum Beispiel in Bisexualität geübt haben, wollte mit mehr Männern als mit Frauen schlafen. «Doch was sie wirklich wollte, war mit Frauen schlafen. Das war die eigentliche Revolution in ihrem Leben. Sie sagte, sie sei wiedergeboren worden», erzählt der Autor in einem Bericht in der ARD. Geoutet hat sie sich nie. Die Biografie wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und von Susan Sontags Sohn autorisiert.
Beitrag über Susan Sonntags Biografie in der ARD
Blick in vergangene Zeiten: Doppelseite aus dem Buch «Living».
100 Jahre sich liebende Männer
Es gibt sie nicht erst in der Neuzeit: schwule Männer. Wie sie sich früher gaben, zeigt der Bildband «Loving – Männer, die sich lieben, Fotografien aus den Jahren 1850 – 1950) von Hugh Nini und Neal Treadwell. Die beiden Amerikaner fingen vor 20 Jahren an, Vintage-Fotos zu sammeln. 300 von 2800 werden am 12. Oktober in ihrem Buch veröffentlich. Ein seltener Schatz.
Mehr über die Liebe der Männer
Drei Frauen definieren ihre Freundschaft neu
Nach dem Tod einer gemeinsamen Freundin treffen sich drei übrig gebliebene Freundinnen an einem gemeinsamen Wochenende in einem alten Strandhaus: eine Gastronomin und Geliebte eines verheirateten Mannes, eine ehemals gefeierte Schauspielerin, die von ihrer Freundin verlassen wurde, und eine feministische Intellektuelle. Durch Alkohol und ungebetene Gäste tritt ein Geheimnis an die Oberfläche, das die Freundschaft auf eine Probe stellt: Lesenswerter Roman «Ein Wochenende» der Australierin Charlotte Wood.
Mehr über «Ein Wochenende»
57DA8379-97EC-55FD-9BE3DF0E0342DDAE.png
Countdown im Strandhaus: Charlotte Wood.
ZUM WELT-AIDS-TAG (1.12.)
E18F3278-A2A1-86F1-57DE46B7A32F27B7.png
Queer Sex Health
«Dabei sein oder dazugehören? Trans Männer in der cis-schwulen Welt», «Sexuelle Gesundheit von lesbischen und bi Frauen: kein Thema?» oder «Gym-Kultur bei Schwulen: Niemals gut genug»: Nur ein paar der Themen, die an der Tagung der Aids-Hilfe Schweiz gewälzt werden – mit namhaften Experten, u.a. auch mit den queerAltern-Mitgliedern Mychelle Baeriswyl und Udo Rauchfleisch. Geboten wird eine Fülle von Vorträgen und Podien für alle LGBTIQs. Die Tagung findet im Kulturhaus Kosmos statt: Samstag, 31. Oktober 2020, von 13:15 – 21:45 Uhr.
Alle Information und Anmeldung
Der grosse Aids-Roman
Da kommen traumatische Erinnerungen hoch. In den Achtzigerjahren wurde fast eine ganze Generation von jungen schwulen Männern durch Aids dahingerafft. Der Roman «Die Optimisten» der US-Amerikanerin Rebecca Makkai erinnert an diese Zeit, erzählt über Liebe und Freundschaft in Zeiten von Aids und schlägt einen Bogen in die Neuzeit. «Rebecca Makkai hat einen großen Roman mit langem Atem geschrieben, der nie ins Lamento abdriftet», schreibt Elke Heidenreich in ihrer Rezension in der «Welt».
Rezension von Elke Heidenreich
57900391-BB60-158E-E3234F86542A8D67.png
HIV-negativer Langzeitüberlebender
«Ich bin ein HIV-negativer Langzeitüberlebender!», gesteht der deutsche Journalist Dirk Ludigs: «Zu dieser Erkenntnis zu kommen, war überraschend schwer. Sie zum ersten Mal auszusprechen, glich an Intensität meinem schwulen Coming-out.» Ludig scheint, dass Angst, Trauer und Schuld ein grosser Teil seines Erwachsenenerlebens bestimmthabe. «Das teile ich mit vielen der HIV-positiven Langzeitüberlebenden». Eine bemerkenswerte und tiefgreifende Kolumne aus dem Dossier «Trauma Aids» der Deutschen Aidshilfe.
Kolumne von Dirk Ludigs
AUSSTELLUNGEN
Ihre Reisen führten sie in die entlegensten Ecken: Annemarie Schwarzenbach.
Aufbruch ohne Ziel
Sie ist so etwas wie ein lesbisches Role Model – und sehr mutig. Als Tochter aus gutem Hause hatte sie die Mittel, um die Welt zu bereisen. Zu einer Zeit, zu der Reisen von Frauen in die entlegensten Ecken des Globus kaum möglich waren. Da kam auch ein Diplomatenpass gelegen, den sie sich durch Heirat erworben hatte. Dank ihres Talents als Autorin und Fotografin hat es Annemarie Schwarzenbach (1908–1942) jedoch verstanden, den Daheimgebliebenen und ihrer Nachwelt Kulturen zu erschliessen, die sonst womöglich verborgen geblieben wären. Davon legt nun eine Ausstellung im Berner Zentrum Paul Klee Zeugnis ab.
Bericht auf queer.de
Frisch in Hollywood eingetroffen: René Hubert mit Gloria Swanson, 1925.
René Hubert – unser Mann in Hollywood
Es ist noch etwas verfrüht, um auf die Ausstellung «René Hubert – Kleider machen Stars» aufmerksam zu machen. Doch nun hat das Schwulengeschichte-Portal ein Porträt über den Ostschweizer René Hubert publiziert, verfasst von queerAltern-Vorstandsmitglied Christian Wapp. Hubert war von Mitte der 1920er bis Mitte der 1960er Jahre einer der angesagtesten Filmkostümbildner in Hollywood, er arbeitete mit den grössten Stars und Regisseuren seiner Zeit. Die letzten 16 Jahre lebte er in Zürich, zusammen mit seinem griechischstämmigen Partner. Das Museum für Gestaltung Zürich widmet ihm ab 19. März 2021 eine Werkschau. Wir werden darauf zurückkommen.
Porträt von René Hubert in elf Kapiteln
DIES & DAS
Crowdfunding fürs Regenbogenhaus
Der Verein Regenbogenhaus hat am 24. September eine Crowdfunding-Aktion gestartet zur Finanzierung des Ausbaus und der Einrichtung der Regenbogen-Räume im Zollhaus in Zürich – mit dem Ziel, 100 000 Franken zu sammeln. In der ersten Woche wurde bereits die erste Etappe von 60 000 erreicht.
Alles über das Crowdfunding mit einem witzigen Werbespot
Pride-Monat an der Uni St. Gallen
Die Uni St. Gallen (HSG) feiert vom 6. bis 23. Oktober einen Pride-Monat, aufgrund einer Initiative der oben abgebildeten Student*innen. Auf dem Programm stehen zahlreiche Veranstaltungen. «The Pride Month @ HSG» wird unterstützt von der Studentenorganisation Unigay und dem HSG-Präsidium.
Alles über den Pride-Monat
Kognitives und emotionales Training für ältere Menschen
Forschungsergebnisse zeigen, dass das Ausprobieren neuer Aktivitäten über die Lebensspanne hinweg die geistigen Fähigkeiten und das Wohlbefinden fördert. Die Abteilung «UFSP Dynamik Gesunden Alters» der Universität Zürich sucht Teilnehmende, die etwas Neues erleben möchten, indem sie im Gespräch ihre kognitiven, sozialen und emotionalen Ressourcen trainieren. Angesprochen sind Menschen ab 65 Jahren, die an der entsprechenden Bildungsinitiative teilnehmen möchten. Diese heisst etwas kompliziert «Community-Based Cognitive-Affective Capacity Building 65+», kurz CoCoCap65.
Weitere Informationen und Anmeldung
Gesucht: homosexuelle*r Grossmutter oder Grossvater
Die Macher*innen der SRF-mySchool-Sendereihe «GrossGeschichte» möchten das Thema Homosexualität aufgreifen und suchen deshalb eine lesbische Grossmutter oder einen schwulen Grossvater mit eigenen Enkeln. In der Sendereihe besucht ein Enkelkind (zwischen 11 und 15 Jahren) seine Grossmutter oder seinen Grossvater und befragt sie/ihn rund um ein außergewöhnliches Ereignis, das die Geschichte der Schweiz geprägt hat. Sandra Bühler von dpvideoproduction freut sich vor 21. Oktober auf Feedback.
Mail an dpvideoproduction
SCHLUSSWORT
«Es ist ein extrem alter, aber verbreiteter Trick, die eigene Ablehnung gegen alles Queere als Sorge um die Kinder zu tarnen, die angeblich geschützt werden müssen, weil einige Erwachsene die Tatsache nicht ertragen, dass es Leute gibt, die homo- oder bisexuell oder trans sind. Häufig wird dabei der Mythos der Frühsexualisierung verwendet.»
Margarete Stokowski, Philosophin, Sozialwissenschaftlerin und Autorin von «Untenrum frei» und «Die letzten Patriarchats» im «Spiegel» vom 8.9.2020.
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
info@queeraltern.ch
Folgen Sie uns
facebook twitter linkedin
Ich möchte meine Daten ändern oder mich vom Newsletter austragen: hier klicken