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Newsletter Mai 2022
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Am 18. Juni marschieren wir wieder: queerAlternde an der Zurich Pride 2021 (Foto: Sandra Meier).
Liebe queerAlternde
Unsere diesjährige GV fand am 5. April im Theater im Zollhaus statt. Ein paar Informationen darüber findest du gleich am Anfang dieses Newsletters.

Bereits seit längerem sind wir am Vorbereiten der Teilnahme an der nächsten Zurich Pride. Hier hat Vorstandsmitglied Patrik Attenhofer das Zepter übernommen. Er sucht noch Teilnehmer:innen für die Standbetreuung. Und wir hoffen, dass viele mit uns am Umzug mitmarschieren. Mehr weiter unten.

Nun wünschen wir uns allen, dass der Wonnemonat Mai eine Verbesserung der Weltlage bringt und wir trotz Horrormeldungen aus dem Osten ein paar Wonnen erleben können!

Herzliche Grüsse
Der queerAltern-Vorstand mit Barbara Bosshard, Caroline Bisang, Christian Wapp, Patrik Attenhofer und Willi Leutenegger

QUEERALTERN-GENERALVERSAMMLUNG
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Neuer Ort, neue Zeit: GV im Theater im Zollhaus (Foto: Sandra Meier).
Traktanden im Theater
Nach einem zweijährigen, coronabedingten Unterbruch fand die queerAltern-GV wieder mit Publikum vor Ort statt, und so kamen am 5. April über 80 Mitglieder ins Theater im Zollhaus beim Regenbogenhaus. Präsidentin Barbara Bosshard begrüsste und bedankte sich, als Tagespräsident fungierte der ehemalige queerAltern-Präsident und queerAltern-Mitbegründer Vincenzo Paolino. Sämtliche Traktanden wurden einstimmig verabschiedet. Der Vorstand wurde entlastet und wiedergewählt, mit Ausnahme von Gioia Hofmann, die austritt, queerAltern jedoch weiterhin als Fachperson Pflege berät und begleitet.
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Grosse Pläne für Region Basel: Nelly Leuthardt (Foto: Sandra Meier).
Drei Kurzreferate
Theres Hollenstein, Architektin der Espenhof-Überbauung, informierte als Gast und in Vertretung «unseres» Architekten Basil Spiess über das Projekt «Espenhof – Wir leben Vielfalt!». Der zweite Gast, Nelly Leuthardt, Co-Präsidentin von queerAltern Region Basel, berichtete über die Pläne von queerAltern Region Basel und dessen «Going Public» mit drei Veranstaltungen im Mai. Und Heidi Petry vom erweiterten queerAltern-Vorstand orientierte über die Pläne des Wissenschaftlichen Beirats in der Begleitung des Espenhof-Projekts.
Stellt sich vor: Salome Zimmermann (Foto: Sandra Meier).
Neue Leiterin Immobiliensuche
In einer Umfrage bei unseren Mitgliedern kam vor zwei Jahren heraus, dass rund 90 Prozent der Umfrage-Teilnehmenden es begrüssen würden, wenn queerAltern neben dem Espenhof-Projekt nach weiteren Immobilienprojekten suchen würde. Nun ist uns endlich gelungen, eine neue Leiterin für die Arbeitsgruppe Immobiliensuche zu finden: Salome Zimmermann, Juristin mit Erfahrung im Immobilienrecht und pensionierte Richterin im Schweizer Bundesverwaltungsgericht.
Mehr über Salome Zimmermann
Städtisch und nahe am See: Renggergut.
Neues Wohnprojekt
Im vergangenen Jahr ist die Stiftung Renggergut auf uns zugekommen, ob wir interessiert wären an 5 bis 8 von insgesamt 21 Wohnungen in den zu sanierenden Renggergut-Mehrfamilienhäusern in Zürich-Wollishofen. Nach mehreren Verhandlungen mit deren Projektleiterin Claudia Nielsen, ehemalige Zürcher Stadträtin, ist vorgesehen, bis Mitte Mai einen Letter of Intent zu unterschreiben. Das Projekt verfolgten bis zu diesem Zeitpunkt Barbara Bosshard zusammen mit Willi Leutenegger.
Mehr über das Renggergut
Statutenänderung
Damit Spender:innen ihre Spenden an qeerAltern von den Steuern abziehen können, müssen wir – auferlegt von der kantonalen Steuerbehörde – eine Statutenänderung vornehmen. Es geht um Punkt 5.3. über die Auflösung des Vereins. Neue Formulierung: «Die nach Auflösung des Vereins verbleibenden Mittel sind einer steuerbefreiten Institution, mit Sitz in der Schweiz, mit gleicher oder ähnlicher Zwecksetzung zuzuwenden. Eine Verteilung unter die Mitglieder ist ausgeschlossen.» Die Spenden von 2021 können bereits dieses Jahr in der Steuererklärung abgezogen werden.
Zu den Statuten
queerAltern-Fotogalerie: Jedes Bild lässt sich vergrössern.
Die GV im Bild
Nicht zuletzt wollen wir euch noch mit ein paar Impressionen der diesjährigen Generalversammlung beglücken. Wie meistens hat sie unsere Fotografin Sandra Meier eingefangen. Unter unten stehendem Link findet ihr weitere Bilder von früheren Veranstaltungen. Viel Vergnügen beim Stöbern in den Fotoalben.
queerAltern-Fotogalerie
QUEERALTERN-VERANSTALTUNGEN
Setzt sich ein für queere Geflüchtete: Tobias Simon Mäder.
6. queerSalon mit Tobias Simon Mäder
Er ist bei Queeramnesty Schweiz für Kampagnen und Politik zuständig: Tobias Simon Mäder. Seit dem Krieg in der Ukraine ist er noch mehr mit Gewalt gegenüber LGBTIQ-Menschen konfrontiert. Sie sind als besonders verletzliche Gruppe noch zusätzlicher Gewalt ausgesetzt. Mäder erzählt, wie sich Queeramnesty in dieser schwierigen Situation für die vulnerablen Menschen einsetzt und wie wir seine Organisation in ihrer Arbeit unterstützen können. Am Samstag, 14. Mai 2020, in der Kulturbar Das Gleis. Keine Anmeldung notwendig.
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Neues Tandem: Liliana Schmid und Werner Baumann.
queerAltern-Erzählcafé: neu mit Co-Moderator
Auch in den letzten Pandemiejahren hat sie immer mal wieder zu einem Erzählcafé eingeladen, coronabedingt mit wenigen Teilnehmer:innen: Liliana Schmid. Ab dem nächsten Erzählcafé moderiert sie zusammen mit einem Partner: queerAltern-Mitglied Werner Baumann. Auch er ist ausgebildeter Erzählcafé-Moderator. Während eineinhalb Stunden tauschen sich rund 10 Personen aus über ihre Erfahrungen und Erlebnisse. Das nächste Mal am 6. Juli.
Alle Informationen
Es hat noch Tickets: Ralf König im «Kosmos»
40 Jahre SchwulComix
An einer Leseshow mit Comic-Autor und -Zeichner Ralf König taucht man ein in eine andere Welt – und vergisst die Alltagssorgen. Weil es ihm gelingt, aus allem Allzumenschlichem noch ein Quäntchen Humor rauszukitzeln. Seine Pointen sind bissig bis liebevoll, immer intelligent. Die Lacher hat er auf seiner Seite. Wir erwarten einen entspannten und auch nostalgischen Abend mit einem Rückblick auf sein über 40-jähriges Schaffen. König wurde zum dritten Mal von queerAltern ins «Kosmos» eingeladen.
Alle Informationen und Tickets
QUEERALTERN AN DER ZURICH PRIDE
Trans Menschen im Fokus: das Motto der diesjährigen Zurich Pride.
Gesucht: Standbetreuer:innen am diesjährigen Pride-Festival
Nach zwei Jahren Unterbruch wird queerAltern wiederum mit einem Stand am Zurich Pride Festival vertreten sein. Über den genauen Standort berichten wir, sobald wir mehr wissen. Doch schon heute und ab sofort suchen wir Mitglieder, die Zeit und Lust haben auf einen maximal zweistündigen Einsatz am Stand von queerAltern. Eines ist garantiert: Du wirst viel spannende Begegnungen und Gespräche haben beim Abgeben unserer neuen Mitgliederkarte. Wir freuen uns auf eure zahlreichen Anmeldungen via E-Mail Link mit den Angaben von euren möglichen Zeiten zwischen Freitagmittag, 17. Juni, und Samstagabend, 18.Juni. Für den definitiven Einsatzplan wird queerAltern-Vorstandsmitglied Patrik Attenhofer mit euch Mitte bis Ende Mai wieder Kontakt aufnehmen. Vielen Dank fürs Mitmachen und für euer Engagement - jede Anmeldung zählt!
Anmeldung Standbetreuung
Mit queerAltern mitmarschieren
Der Zurich-Pride-Umzug wird dieses Jahr am 18. Juni stattfinden. queerAltern wird wieder mit einer Gruppe queerAlternder samt Freund:innen am Pride-Umzug teilnehmen. Wer nicht gut zu Fuss ist oder sich zwischendurch vom Marschieren mal ausruhen möchte, kann dies in einem der zwei zugemieteten TukTuk tun, der uns begleitet. Das Festival unter dem Motto «Trans – VIELFALT LEBEN» findet am 17. und 18. Juni statt, der Umzug am 18. Juni. Du kannst dich jetzt schon für den Umzug anmelden. Weitere Informationen folgen.
Anmeldung für Umzug
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Sprachen über trans im Alter: queerAltern-Mitglieder Jenny und Nadia an der Zurich Pride.
queerAltern im Zurich Pride Magazin
Dieser Tage ist das Zurich Pride Magazin 2022 erschienen. Unter anderem widmet sich das Magazin dem diesjährigen Pride-Motto «trans – VIELFALT LEBEN». So hat auch queerAltern-Vizepräsident Christian Wapp einen kurzen Beitrag verfasst zum Thema «Trans im Alter». Der Artikel basiert auf mehreren Interviews mit trans Personen und trans Experten. Der Artikel und die Interviews in ganzer Länge können auf der queerAltern-Webseite gelesen werden.
Trans im Alter: Artikel und Interviews
QUEERALTERN: IN EIGENER SACHE
Neuer Artikel über queerAltern
Das Magazin «Artiset» veröffentlichte in seiner März-Ausgabe einen Artikel über queerAltern und das geplante Projekt «Espenhof – Wir leben Vielfalt!». Dabei ist es der Autorin Claudia Weiss gelungen, die Notwendigkeit eines solchen Lebensortes umfassend, verständlich und plausibel darzustellen. Ein wichtiger Beitrag von «Artiset», der Föderation der Dienstleister für Menschen mit Unterstützungsbedarf.
queerAltern-Medien
PINK APPLE
Üben fürs Comeback: die drei Gründerinnen von Fanny.
queerAltern präsentiert: «Fanny: The Right to Rock»
Noch bis 5. Mai in Zürich und vom 6. bis 8. Mai in Frauenfeld: das queere Filmfestival Pink Apple. Am 4. Mai um 16:45 Uhr präsentiert queerAltern den kanadischen Dokumentarfilm «Fanny: The Right to Rock» über die Frauen-Hardrockband Fanny, die in den siebziger Jahren für Furore sorgte, jedoch nur fünf Jahre zusammenblieb und 2019 ein Comeback wagte. Ein berührender Dokfilm über Leben, (lesbisches) Lieben, Rocken und Älterwerden im harten Musikbusiness. Für «Fanny» haben wir noch drei Gratis-Tickets zu vergeben.
Ticktbestellung
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Jubiläumsgeschenk: Queerfilms.ch
Zur 25. Ausgabe gibt sich das queere Filmfestival Pink Apple ein Geschenk: das Internetportal Queerfilms.ch. Darauf sind – übersichtlich und ästhetisch gestaltet – wohl die meisten Schweizer Filme aufgelistet, die einen queeren Bezug haben. Kurz- und Langfilme, Dokumentar- und Spielfilme. Pink Apple gelang es, für dieses Projekt mehrere Sponsoren zu begeistern.
Queerfilms
Verzwickte Situation: Anaïs (AnaïsDemoustier, r.) verliebt sich in Emilie (Valerie Bruni Tedeschi).
Die Lieben von Anaïs
Anaïs, jung und rastlos, hat einen Freund, weiss aber nicht, ob sie ihn noch liebt. Bald lernt sie auf einer Party einen Mann kennen, der sich Hals über Kopf in sie verliebt. Doch Anaïs hat nur Augen für dessen Frau Emilie. «Eine überwältigende Anaïs Demoustier in einer unkonventionellen, romantischen Komödie über die Launen der Liebe» schreibt Pink Apple (Pink-Apple-Vorpremieren am 4. und 6.5., ab 5.5. in den Kinos).
Mehr auf Pink Apple
SZENE
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von queerAltern: Dana Mahr.
Dana Mahr in Peter Schneiders Panoptikum
Am 5. Mai ist Dana Mahr Gast in der Talk-Reihe «Peter Schneiders Panoptikum» im «Kosmos». Sie ist Assistenzprofessorin für Medical Humanities und Wissenschaftsforschung und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von queerAltern, Peter Schneider ist Psychoanalytiker und Kolumnist. Die beiden diskutieren über den zweiten EPF-Essay-Band «Eingeweide, Pillen, Feminismus» von Elisabeth A. Wilson. «Kosmos» schreibt dazu: «Die Autorin, Professorin für Women’s, Gender, and Sexuality Studies an der Emory University, fordert im Band Feministinnen auf, ihre ablehnende Haltung gegenüber biologischen und pharmazeutischen Daten zu überdenken. Sie stellt die Frage, welches begriffliche und methodische Neuland sich die feministische Theorie erschliessen kann, indem sie sich der Biologie gegenüber weniger instinktiv ablehnend verhält.»
Mehr über diesen Anlass
Warmer Mai
Hoffen wir, dass uns ein warmer Mai bevorsteht! Der Warme Mai ist in Zürich eine Institution. Doch wegen der coronabedingten Planungsunsicherheit haben die Verantwortlichen dieses Jahr keine eigenen Veranstaltungen geplant. Die Agenda des Warmen Mai steht jedoch allen Veranstalter:innen zur Verfügung. Einfach mal reingucken.
Agenda Warmer Mai
Kontroverse Diskussion: Urs Gredig mit Alice Schwarzer.
TGNS kontert gegen Alice Schwarzer
Alice Schwarzer, Feministin der ersten Stunde und «Emma»-Herausgeberin, versteht ihr jüngstes Werk «Transsexualität: Was ist eine Frau? Was ist ein Mann?» als Streitschrift gegen den «Trend von Transitionen». Wobei sie unterscheidet zwischen «echten» trans Menschen und Teenagern, die «Geschlechterrollenirritation für Transsexualismus» halten. Mit ihren Thesen stösst sie zurzeit bei der trans und queeren Communities auf komplette Ablehnung. Kürzlich war sie auf SRF bei «Gredig direkt» Gast und durfte ihre Thesen verbreiten. Das Transgender Network Switzerland (TGNS) zerlegt nun in einem ausführlichen Schreiben an SRF die meisten von Schwarzers Behauptungen: Sehr lesenswert und lehrreich!
Alice Schwarzer bei «Gredig direkt»
TGNS-Rückmeldung an «Gredig direkt»
Spitzensportlerinnen geben Auskunft
Coming-out am Arbeitsplatz: Die beiden Spitzensportlerinnen Katharina Sutter und Sabina Hafner geben Auskunft zu diesem Thema, befragt von Jeannine Borer und Corinne Rufli, den Co-Autorinnen des Buchs «Vorbild und Vorurteil – Lesbische Spitzensportlerinnen erzählen». Die Veranstaltung wird organisiert von WyberNet: Donnerstag, 12. Mai um 20 Uhr im ComedyHaus beim Albisriederplatz in Zürich.
Zum ComedyHaus
Beten gegen Queerfeindlichkeit
TGNS (Transgender Network Switzerland) berichtet in seinem Newsletter: «Am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie wollen wir das Selbstbestimmungsrecht würdigen und dazu sensibilisieren, Menschen verschiedenster Lebensformen mit Respekt zu begegnen. Sehr oft ist in Religionen von Heiligkeit oder Heiligen die Rede, wir möchten dieses Mal die Frage in den Fokus rücken, was heilig im Sein bedeutet und wie wir heilsame Zustände ermöglichen können. Persönliche Erfahrungsberichte von Betroffenen und Beiträge aus fünf Religionsgemeinschaften werden eingebettet in Musik, Gebete und Rituale.» Am 17. Mai in der Jüdischen Liberalen Gemeinde Or Chadasch an der Hallwylstrasse 78 in Zürich.
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Diskussion über Film: Anna Rosenwasser und Andreas Bühlmann.
Queer Cinema: Von der Diffamierung zur Emanzipation
Im nächsten «Verzaubert»-Talk diskutiert Anna Rosenwasser über das Thema «Queer Cinema – Von der Diffamierung zur Emanzipation». Gesprächspartner:innen sind Doris Senn, von 2001 bis 2020 Co-Leiterin des Filmfestivals Pink Apple, und Andreas Bühlmann, Co-Leiter von Pink Apple. Weitere Gesprächspartner:innen sind noch nicht bekannt.
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Vielfältiges Programm der Lesbentagung
Die Lesbentagung vom 14. bis 16. Oktober bietet wiederum eine Fülle von Workshops und Vorträgen, um als Frau mit anderen Frauen zusammen Neues zu erleben und zu erkunden und um für Körper und Geist einen Booster zu erhalten. Auf dem Programm stehen unter anderem «Circle Singen», «Qi Ging für Neugierige» oder «Nia – getanzte Lebensfreude» und vieles mehr.
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LESESTOFF
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Depression und Libidoverlust: Gerbrand Bakker erzählt im SWR-Podcast über sein Buch «Knecht allein».
Neue Sachbücher
«Knecht, allein» von Gerbrand Bakker: Der schwule Schriftsteller Gerbrand Bakker leidet an Depressionen. Die ihm verschriebenen Antidepressiva nehmen ihm die Lust auf Sex. In seinem Buch gibt er Einblick in die Psyche eines Depressiven und zeigt auf, wie man sich daraus befreien kann. Podcast mit Gebrannt Bakker.

«Material Girls» von Kathleen Stock: Die schottische Philosophin analysiert sämtliche Theorien über Geschlechterkonzepte – von Simone de Beauvoir bis Judith Butler. «Flüssig verfasste, liberale Studie» («Die Zeit»).

«Pride!» von Linus Giese: Eine kurze Geschichte der LGBTIQ+-Bewegung mit zahlreichen Illustrationen vom deutschen Buchhändler, Autor und Buchblogger. «Ein farbenfrohes, leicht verständliches Sachbuch» (Comicli.com).

«Aids als kollektives Trauma» von Patrick Henz-Lindhorst: Auch wer als schwuler Mann die Aids-Krise der achtziger und neunziger Jahre überlebt hat, ist davon traumatisiert. Der Autor spricht von einem kollektiven Trauma auch bei Männern, die sich nie infiziert haben. «Der Autor erweist sich einmal mehr als genauer Beobachter schwuler Geschichte» (qeer.de)

«#Out In Church – für eine Kirche ohne Angst» von diversen Herausgeber:innen: Über das Manifest «#Out In Church» haben wir an dieser Stelle schon mehrmals berichtet. Nun erscheint Anfang Mai das Buch zur Kampagne als weiteren Apell, damit Menschen in der Kirche ohne Angst, offen und ehrlich, ihre Identität leben können.

«Jeder Mensch stirbt nur einmal» von Daniel Kallen:
Aufgrund von zahlreichen Gesprächen mit Sterbenden hat der kirchen-unabhängige Seelsorger Daniel Kallen ein Buch geschrieben. Dabei widmet er sich auch der Frage, was nach dem Tod kommt. Nicht spezifische queer-bezogen.

«Andersrum in der Chefetage» von Matthias Herzberg: Es gibt in der Wirtschaftswelt kaum geoutete schwule Chefs. Oder sie outen sich höchstens wie Sportler nach Karriereende. Der Autor geht der Frage nach, warum dem nach wie vor so ist und was sich verändern müsste.
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Erzählt von einer Ferienliebe: Nadine Lange.
Neue Romane
«Ein Eis mit Jo» von Nadine Lange: Die Kulturjournalistin und Mitherausgeberin des Buchs «Heteros fragen, Homos antworten» über eine Liebe zweier Frauen in Kroatien. Im Interview mit «Mannschaft» erzählt Nadine Lange über die Beweggründe für ihren ersten Roman.

«Das Gebot» von Sunil Mann: Der queere Schweizer Krimiautor mit dem neusten Fall des Ermittlerduos Marisa Greco und Bashir Berisha. Die beiden leiden an der Pandemie und an zu wenig Aufträgen. Dann erhalten sie einen Job, um gegen Jihadisten zu ermitteln. «Wieder ist es eine Geschichte mit beunruhigender Aktualität» («Tagblatt der Stadt Zürich»).

«Love In The Big City» von Sang Young Parks: Young, jung und hübsch, führt ein ziemlich ausschweifendes Leben in der Grossstadt Seoul – mit vielen Männern und Alkohol. Seine Abenteuer bespricht er mit seiner besten Freundin. «Ein Grossstadtroman, in dem der junge Autor den Takt des schwulen Lebens mit allen Höhen und Tiefen zärtlich und lässig beschreibt« («Mannschaft»).

«Im Atlas» von Andreas Jungwirth: Auf einer Reise durch Marokko wird die Beziehung zweier Männer auf die Probe gestellt, während sie sich mit dem Doppelmord zweier Däninnen auseinandersetzen. Andreas Jungwirth ist ein österreichischer Schauspieler und Autor. «Spannender Text über eine Beziehung, der man als Leser:in das Gelingen wünscht» (Literaturhaus.at).

«Der Tempel» von Stephen Spender: In der Weimarer Republik lebte es sich als Schwuler in Deutschland einigermassen frei. Es gab sogar Bestrebungen, Homosexualität zu legalisieren, bis die Nazis kamen und allem nicht-nazi-konformen Treiben ein Ende setzten. Über den «libertinären Rausch» nach dem Ersten Weltkrieg berichtet der Autor in Romanform, basierend auf eigenen Erlebnissen.
KINO
Weibliche Lust in vielerlei Varianten: Jenny Beth als Callgirl Amber.
«Les Olympiades» («Wo in Paris die Sonne aufgeht»)
In seinem jüngsten Spielfilm «Les Olympiades» erzählt der französische Regisseur Jacques Audiard über Begegnungen von Mittdreissiger:innen und ihre Suche nach Beziehungen und Sex im Zeitalter von Dating Apps. Dabei geht es auch um eine lesbische Liebe. Ab Ende April in den Deutschschweizer Kinos. Der Film war bereits am Zurich Film Festival 2022 zu sehen.
Rezension auf queer.de
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22 Jahre alte heimliche Liebe: Szene aus «Wet Sand».
Nasser Sand
Was nicht sein darf, darf nicht sein: Die georgisch-schweizerische Co-Produktion «Wet Sand» erzählt von einer heimlich schwulen Liebe in einem Dorf in Georgien am Schwarzen Meer. Der Film war bereits am Pink Apple zu sehen und ist ab 5. Mai in den Kinos. Ausgangspunkt der Geschichte ist der Fund eines erhängten Mannes. «Naverianis preisgekrönter Film verwebt zwei Geschichten und zwei Generationen in einer atmosphärisch gewaltigen Bildsprache und einer zurückhaltend optimistischen Ode an die Liebe» (Pink Apple).
Mehr bei Pink Apple
STREAMING
Bereits im Voraus hochgelobt: «Heartstopper».
Queerer Frühling bei den Streaming-Diensten
Die ARD wartet mit der zweiten Staffel von «All You Need» auf (seit 22.4. in der ARD-Mediathek, seit 27.4. im TV). Netflix startete am 22.4. mit «Heartstopper», der Verfilmung der gleichnamigen Comicbuch-Serie. Und der Streaming-Kanal RTL+ beglückt uns mit «zwei tollen Serien» (queer.de) aus Kalifornien: mit der Highschool-Serie «Genera+ion» und der schrägen, schrillen und verschrobenen Soap «Everything's Gonna Be Okay». In dieser brilliert der schwule australische Comic-Star Josh Thomas nach «Please Like Me» (weiterhin auf Netflix) als Mitzwanziger, der die Vormundschaft für seine psychisch beeinträchtigten Teenager-Halbschwestern übernehmen muss und diese so liebt, als «wären sie seine Dreiviertelschwestern».
«All You Need»
«Heartstopper»
«Genera+ion» und «Everything's Gonna Be Okay».
Selbstfindung: Lea Dirnda als Charlie.
Serie über nonbinären Twen Charlie
In sechs 15-minütigen Folgen begleitet «Becoming Charlie» Twen Charlie beim Herausfinden und Akzeptieren der Non-Binarität. Die Serie ist ab 20. Mai in der ZDF-Mediathek verfügbar, und am 24. Mai strahlt das ZDF alle Folgen aus. Laut dem TV-Sender handelt es sich um eine «Instant Serie», eines während der Corona-Krise ausgedachte Produktionsformat für fiktionale Serien.
«Becoming Charlie»
MUSIK
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Meister von eingängigen Songs mit intelligenten Texten von Bernie Taupin: Elton John.
Ein grosses Danke an Elton John
Er versorgt uns seit über 50 Jahren regelmässig mit Hits, die unter die Haut und manchmal in die Beine gehen: Elton John. In den Siebzigern, als heterosexuelle Künstler wie David Bowie oder Brian Ferry geschäftstüchtig mit Geschlechterrollen und anderssexuellen Neigungen kokettierten, wagte sich Elton John noch nicht, sich als Schwuler zu outen. Doch seit den Achtzigern setzt er sich an vorderster Front für die Rechte von LGBTIQ-Menschen ein und sammelte zig-Millionen für die Verbesserung der Leben von Aids-Kranken und HIV-Positiven. Nun tritt der 75-Jährige wahrscheinlich zum letzten Mal Anfang Juni in Bern und im Juli 2023 in Zürich auf. Queere Menschen haben ihm viel zu verdanken.
Zu Ticketcorner
Vom Country-Sänger zum Schwulenaktivist: Patrick Haggerty.
«Cryin’ these Cocksucking Tears»
Kaum zu glauben: Vor fast 50 Jahren veröffentlichte der schwule Country-Sänger Patrick Haggerty unter dem Namen Lavender Country ein Album mit schwulen Inhalten. Kommerziell keine gute Idee, denn die Country-Fans sind noch heute zum grössten Teil queer-feindlich unterwegs. Einem Radio-DJ, der damals den Haggerty-Song «Cryin’ these Cocksucking Tears» spielte, soll umgehend gefeuert worden sein. Der heute 77-jährige Haggerty feiert derzeit ein Comeback. Eine spannende Geschichte.
Die Story dahinter
Hörprobe «Crying These Cocksucking Tears»
DIES & DAS
Hat Spannendes vor: Csongor Kozma.
Queerer Leiter der Paulus-Akademie in Zürich
Der neue Leiter der Paulus-Akademie in Zürich ist schwul und lebt mit Partner und Tochter in Bern: Csongor Kozma. Der 49-jährige Theologe ist ungarischer Abstammung, wuchs im ehemaligen Jugoslawien und später in Davos auf. queerAlten plant, in der Paulus-Akademie anfangs November einen Vortrag und einen Workshop mit Autorin Diana Kinnert durchzuführen. Mehr darüber später.
Mehr über Csongor Kozma
Queere Pionierin im Gespräch: Manuela Kay.
Zu Hause bei Bettina Böttinger
In ihrem Podcast «Wohnung 17» sprach die deutsche TV-Journalistin Bettina Böttinger mit Manuela Kay, Chefredaktorin und Verlegerin des deutschen lesbischen Magazins «L-Mag». Die 58-jährige Aktivistin gilt als Pionierin der queeren Bewegung, ist ebenso Verlegerin des queeren Magazins «Siegessäule» – und sie produzierte den ersten deutschen Lesbenporno. 2021 wurde sie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
«Wohnung 17»
Die Pride-Fahne im Laufe der Geschichte
Die Regenbogenflagge wird immer vielfältiger und farbiger. Die jüngste Version stammt vom Designer Valentino Vecchietti, er gestaltete sie in Zusammenarbeit mit Intersex Equality Rights UK. «Männer*.Media» gibt einen Überblick über die Evolutionsgeschichte der Pride-Fahne, erläutert die verschiedenen Entwicklungsstufen und die Bedeutung der Farben.
Mehr auf «Männer.Media»
MEDIENSPIEGEL
Blätterrauschen der letzten Wochen
Mit Dank an Pink Cross, wo queerAltern Mitglied ist. Dieser Medienspiegel basiert teilweise auf dem Medienspiegel von Pink Cross.
Sonntags-Zeitung: An Schulen ist Homophobie Alltag
Zürcher Bote: Zürich fördert Coming-out am Arbeitsplatz
gay.ch: Verbot von lesbischem Sex ist Menschenrechtsverletzung
NZZ am Sonntag: Transsexuelle schwimmt gegen Strom
FAZ-Magazin: Rollenbilder von Männern
Nau.ch: Regenbogen in der Ukraine verblasst
Tagblatt der Stadt Zürich: 50 Jahre HAZ – lautstarke Befreiung
NZZ: Glaube von Freikirchlern an Heilung von Homosexuellen
Berner Zeitung: Gay Sauna trotzt Verbürgerlichung
Keystone SDA: 60 Menschen reden über Geschlecht
queer.de: Wenn die eigene Community dein Feind ist
SCHLUSSWORTE
«Noch immer müssen Lesben, Schwule, Transgender und queere Personen begründen, warum sie vielleicht nicht als gleichartig, aber doch als gleichwertig anerkannt werden wollen. Sie sind es, die ihre Liebe und ihr Begehren rechtfertigen müssen – und nicht diejenigen, die ihnen die Anerkennung verweigern. Aber Toleranz ist immer das Tolerieren von etwas, das man ablehnt.»
Zitat von Carolin Emcke (von ihrer Webseite)
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
info@queeraltern.ch
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