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Newsletter Juni 2021
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Pride-Monat: queerAltern-Banner an der Zurich Pride 2019.
Liebe queerAlternde
Auch wenn der Pride-Monat nicht so recht einfahren will – aus bekannten Gründen –, wollen wir uns den Sommer nicht verderben lassen. Damit am Samstag, dem Tag der ursprünglichen Pride-Demo, doch etwas Stimmung aufkommt, trifft sich eine Gruppe queerAlternde zur Begehung Kreuz & Queer und zu einem Pride-Apéro. Anmeldungen können keine mehr entgegengenommen werden.
 
Zur Erinnerung: Die Einladungen zur schriftlichen GV 2021 haben wir am 15. Mai gemailt. Am 15. Juni führte der queerAltern-Vorstand online durch die Traktanden (Link zur Aufzeichnung siehe weiter unten). Einsendeschluss der Stimmzettel für die schriftliche queerAltern-Generalversammlung ist am 21. Juni. Die ausgefüllten Stimmkarten und -zettel müssen bis Poststempel vom 21. Juni retourniert werden, um gültig zu sein. Auszählung ist am 30. Juni.
 
Am 1. Juli sowie am 5. August besteht wiederum die Möglichkeit, sich am queerAltern-Stammtisch zu treffen. Dieser findet wie üblich am ersten Donnerstag des Monats ab 18:30 Uhr im Restaurant Pery statt. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Anmeldungen sind nach wie vor zwingend: events@queeraltern.ch
 
Dies ist der letzte Newsletter vor der Sommerpause. Der nächste erscheint im Laufe des Augusts. Für Kulturtipps bitte runterscrollen.
 
Wir wünschen euch wunderbare Sommertage!
 
Herzlicher Gruss
 
Der queerAltern-Vorstand mit Barbara Bosshard, Caroline Bisang, Christian Wapp, Gioia Hofmann, Willi Leutenegger und Patrick Attenhofer (kooptiert)

IN EIGENER SACHE
Aus dem ComedyHaus: queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard führt durch die Traktandenliste.
Online-Informationsveranstaltung zur GV 2021
Am 15. Juni führte der queerAltern-Vorstand live aus dem ComedyHaus durch die Traktanden der 6. queerAltern-GV und orientierte über Vergangenes und Künftiges. Dabei lancierten wir auch die neue Plattform queerAltern:TEAMWORK (siehe nächsten Beitrag). Und Andrea Martin-Fischer, Chefin Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich, schaltete sich ein und informierte über das geplante Anmeldeverfahren zum queeren Lebensort «Espenhof – Wir leben Vielfalt»! Wer die Zoom-Veranstaltung verpasst hat, kann eine Aufzeichnung davon ansehen (nur zugänglich über den Link unten). Die GV-Unterlagen haben wir am 15. Mai verschickt. Einsendeschluss der Stimm- und Wahlzettel ist am 21. Juni. Ausgezählt wird am 30. Juni.
Hier kannst du das Video der Veranstaltung anschauen.
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Drei Möglichkeiten, sein Angebot auf TEAMWORK zu platzieren: Business, Freizeit oder Engagement.
queerAltern:TEAMWORK: Neues Exklusiv-Angebot für unsere Mitglieder
Wir sind stolz auf unsere jüngste Errungenschaft: die Vernetzungs-Plattform queerAltern:TEAMWORK. Mit dieser neuen Plattform ermöglichen wir unseren Mitgliedern, ihre Dienstleistungen und Produkte anzubieten, seien sie nun professioneller oder nichtprofessioneller Natur. Wobei über TEAMWORK auch die Möglichkeit besteht, sich privat zu vernetzen. Wie die Plattform funktioniert, erfahrt ihr auf der TEAMWORK-Webseite unter Punkt 1. Dort findet ihr auch ein Erklär-Video. TEAMWORK wurde konzipiert von unserer QueerAltern-Mitgliedern Christiane Voth und Patrik Attenhofer (kooptiertes Vorstandsmitglied) sowie queerAltern-Vorstandsmitglied Gioia Hofmann – zusammen mit Programmierer Christof Rimensberger. Patrik hat die Plattform an unserer Online-Informationsveranstaltung vom 15. Juni lanciert.
Hier geht es zu queerAltern:TEAMWORK
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Orgelmekka: Andreas Wildi begeisterte an der Füglister-Orgel.
Sommerkonzert: «The Gay Side of the Organ»
Von besinnlich bis beschwingt: Organist Andreas Wildi führte am Freitagabend des 11. Juni über 40 queerAlternde in der Johanneskirche durch ein abwechslungreiches sommerliches Konzertprogramm. Gemäss dem Motto «Die erträgliche Leichtigkeit des Seins» oder salopp auf Neudeutsch übersetzt «The Gay Side of the Organ» gab er Kompositionen von Bach über Tschaikowsky bis Vierne zum Besten. In seinen Ansagen ging Andreas auf die Entstehungsgeschichte sowie den historischen Kontext jeder Komposition ein. Die erste queerAltern-Veranstaltung während des Pride-Monats war bereits ein eindrückliches und sinnesergreifendes Erlebnis.
Mal ernst, mal fröhlich: Apéro der Tavolata-Gruppe (noch vor Corona).
Tavolata-Gruppe von queerAltern
Als die Migros vor gut drei Jahren seine Kund:innen aufrief, Tavolata-Gruppen zu gründen und damit lockte, diese mit einem kleinen Zustupf zu unterstützen, meldete sich queerAltern-Mitglied Patrick Ehrat und gündete zusammen mit weiteren queerAlternden die Gruppe Rainbowgoat, die sich rasch konstituierte und aus etwa acht Personen besteht. Sie trifft sich jeden Monat nach selbst auferlegten Regeln. Dabei spielt nicht nur feines Essen eine Rolle, sondern vor allem auch das gesellige Zusammensein. Nun kommt die Gruppe auch zu einem Auftritt in einem Video, das die Migros anlässlich einer Tavolata-Tagung gedreht hat. Die queerAltern-Tavolata-Gruppe würde sich freuen, wenn sich weitere Gruppen bilden würden und wären auch bereit, ihre Erfahrungen weiterzugeben.
Zum Video (ab Minute 3:37)
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Queeramnesty über queerAltern
Im jüngsten Magazin berichtet Queeramnesty über die Arbeit von queerAltern und den Erfolg unseres Vereins, in die Wege geleitet zu haben, dass die Stadt Zürich queeren Menschen ab 2025 ein Haus mit Alterswohnungen und Pflegeplätzen zur Verfügung stellt. Dabei hat das Magazin auch herumgefragt und festgestellt, dass dieses Haus – «Espenhof – Wir leben Vielfalt!» – einem grossen Bedürfnis entspricht. Wer die ganze Juni-Ausgabe lesen möchte, kann das hier tun.
Zum Beitrag über queerAltern
Save the date: erster queerAltern:SALON
Das Konzept liegt schon lange vor. Doch coronabedingt wurde der Start eines queerAltern:SALON immer wieder verschoben. Nun legt queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard endlich am 14. Juli um 20 Uhr los, und zwar vor einem Live-Publikum in der Kulturbar Das Gleis. Im queerAltern-SALON lädt Barbara queerAltern-Miglieder zu biografischen Interviews ein. Auch Nichtmitglieder, die unserer Community etwas zu sagen haben, werden künftig zu einem queerAltern:SALON spezial eingeladen. Gast beim ersten SALON wird QueerAltern-Mitglied Patrik Ehrat sein. Er war in der schlimmsten Phase der Aidskrise der achtziger Jahren Barmann im «Barfüsser» und erzählt über diese traumatisierende Zeit.
Damals am 17. Mai 2021: Ausschnitt aus unserer Bildergalerie über das Kosmopolitics-Podium zum Thema «Ehe für alle» (Fotos: Sandra Meier / Gestaltungskiosk.ch).
Die queerAltern-Bildergalerie
Wir sind glücklich, in unserem queerAltern-Mitglied Sandra Meier und unserem Vorstandsmitglied Caroline Bisang sozusagen zwei Hoffotografinnen zu haben. Wenn immer möglich, dokumentieren sie mit Fotos das Geschehen an unseren Veranstaltungen und bauen die Bildergalerie auf unserer Webseite aus. Da könnt ihr immer mal wieder eure Erinnerungen auffrischen. Von Sandra stammen übrigens auch die meisten Fotos auf unserer Website, ebenso auf unserer neuen Teamwork-Website.
Öfter mal vorbeischauen
Gleichstellungspreis 2021 verpasst
queerAltern hat sich um den Gleichstellungspreis der Stadt Zürich beworben, ging dabei aber leer aus. Der Gleichstellungspreis 2021 geht an die Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich SPAZ für deren Engagement für die Gleichstellung von Sans-Papiers-Frauen. Die Preisverleihung findet am 5. Juli statt und wird über einen Livestream übertragen.
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SZENE
Ehe für alle: Start der Kampagne
Die Abstimmung für die Einführung der Ehe für alle vom 26. September müssen wir gewinnen. Am Sonntag, 27. Juni, startet das Abstimmungskomitee ihre «Ja, ich will!»-Kampagne. Dann werden an verschiedenen Orten der Schweiz Veranstaltungen stattfinden. Für die regionalen Gruppen sucht das Komitee noch Freiwillige zum Mitmachen. Bereits haben diverse Treffen stattgefunden. Was angesagt ist, wird über regionale Telegram-Gruppen kommuniziert.
Die Links zu den regionalen Telegram-Gruppen
Zurich-Pride im Juni und September
Die Zurich-Pride-Demo wurde vom 19. Juni auf den 4. September verschoben. Unter welchen Bedingungen der Umzug stattfinden kann und welche Route begangen wird, steht noch nicht fest. Ganz ohne Pride-Fest geht es am 19. Juni jedoch nicht. Pride TV berichtet dann ab 19:30 Uhr in einem Livestream aus dem Jazzclub Moods. Mit diversen Show-Acts und Gästen. Moderieren wird Dominique Rinderknecht.
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Der Vorstand feiert Regenbogenhauseröffnung – ohne Gäste!
3. ordentliche GV des Vereins Regenbogenhaus
Am 3. Juni führte der Verein Regenbogenhaus seine ordentliche GV durch – dieses Jahr nur online. Die Traktanden wurden von den Teilnehmenden alle verabschiedet. Zurzeit hat der Verein 264 Einzel- und 34 Kollektivmitglieder, 1584 Followers auf Facebook, 2242 auf Instagram und 405 auf Twitter. HAZ und Milchjugend sind Anfang Mai im Regenbogenhaus eingezogen. Das Regenbogenhaus an der Zollstrasse ist jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr offen für Besucher:innen. Die Bibliothek steht jetzt auch zur Verfügung. Save the date: Am 28. August steigt das Einzugsfest!
Alle Angebote und Veranstaltungen
Khurpride: Graubünden im Pride-Monat
Obschon die Khurpride-Demo ausfällt, wird in Chur seit 15. Juni eine Menge getan, um den Pride-Monat nicht spurlos vorübergehen zu lassen. Unter anderem auch mit der Podiumsdiskussion «Queer Herstory», an der auch queerAltern-Mitglied Franca Paravicini teilnimmt. Moderatorin Oceana Galmarini vom SRF gibt dann mehreren bündnerischen Lesben Gelegenheit, Einblick in ihre Realitäten zu geben.
Programm der Khurpride
Pinkwashing während des Pride-Monats
Viele Unternehmen machen während das Pride-Monats auf queer und bieten Produkte mit Regenbogenfarben an. Daran ist nichts falsch, doch wie gehen diese Unternehmen mit ihrem queeren Personal um? «Der Spiegel» findet, dass wirkliche Diversität am Arbeitsplatz selten sei. Und die «Sonntags-Zeitung», dass regenbogenfarbige Diversität meistens nichts weiter als eine billige PR-Masche sei. Diskriminierung am Arbeitsplatz ist ein Dauerbrenner und war bereits vor 20 Jahren das Motto des damaligen CSD in Zürich.
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Geschenk: Ausschnitt aus dem Jubiläums-Poster.
15 Jahre Checkpoint Zürich
Checkpoint Zürich hat vor 15 Jahren klein angefangen und war vor allem auf schwule Männer ausgerichtet. Heute ist das medizinischen Zentrum eines der grössten der Schweiz für HIV und sexuell übertragbare Infektionen (STI – Sexually Transmitted Infections) und ist offen für alle queeren Menschen. Aus Anlass des Jubiläum verschenkt Checkpoint ein Jubiläums-Poster, gestaltet von der queerfeministischen Künstlerin Andrea Vollgas.
Hier kannst du dein Poster bestellen
UMFRAGEN
Erhebung über Gesundheit von queeren Menschen
In der Schweiz fehlten aussagekräftige Daten zur Gesundheit von LGBT-Menschen, teilt die Hochschule Luzern, Abteilung Soziale Arbeit, mit: «Solche Informationen wären aber wichtig, um gesundheitliche Chancengleichheit zu schaffen und zentrale Bedürfnisse und mögliche Probleme zu identifizieren.» Aus diesem Grund lanciert die Hochschule eine Befragung unter queeren Menschen. Teilnehmen können alle ab 15 Jahren.
Hier geht es zur Befragung
Befragung zur Ehe für alle in drei Stufen
Léïla Eisner und Tabea Hässler, die Leiterinnen des Schweizer LGBTIQ+ Panel, haben sich mit den Kolleg*innen Susanne Fischer und Jan Rosset zusammengeschlossen, um den Einfluss des Referendums zur Ehe für alle und der damit einhergehenden Diskussionen auf LGBTIQ+-Personen im Vergleich zu cis-heterosexuellen Personen zu untersuchen. Insbesondere sind die Initiantinnen der Befragung interessiert an den Auswirkungen auf das Zugehörigkeitsgefühl, das Wohlbefinden und die Gesundheit von LGBTIQ+ Personen. Vorgesehen ist, LGBTIQ+- Personen und cis-heterosexuelle Personen zu drei unterschiedlichen Zeitpunkten zu befragen: vor dem grossen Start der Kampagnen (jetzt), direkt vor der Abstimmung im September und nach der Abstimmung zur Ehe für alle befragen.
Zur Befragung (Dauer: 20–30 Min.)
BLICK ZURÜCK
Immer noch ein Tabuthema: Werner Neth über Aids und HIV.
40 Jahre Aids und HIV: «Eine Zeitbombe, ein Todesurteil in Raten»
Am Pink-Apple-Podium «40 Jahre Aids und HIV» vertrat queerAltern-Mitglied Werner Neth unseren Verein. Er ist seit 1986 HIV-positiv und erkrankte 1995 an Aids. Er hatte Glück, weil es damals bereits eine erfolgreiche Behandlung gab. Nun spricht er auch in einem SRF-Radiobeitrag offen über seine Erfahrungen – zusammen mit zwei weiteren HIV-positiven Menschen. HIV sei nach wie vor ein Tabu, sagt Werner, der auch Vorstandsmitglied der Zurich Pride ist, gegenüber SRF: «Wer in meiner Umgebung HIV-positiv ist, das weiss ich nicht. Weil man nicht darüber spricht.»
Zum Radio-Beitrag
40 Jahre Aids und HIV: «Plötzlich packte uns die nackte Angst»
Der bekannte Basler Kolumnist Minu erinnert sich in der «Basler Zeitung» an die Zeit, als Aids und HIV in den achtziger Jahren auch in Basel zu einer traurigen Tatsache wurde. Über die Aids-Krise, die vor 40 Jahren begann, listet die Internetzeitschrift queer.de die zehn bedeutendsten Bücher auf, welche an die Krise erinnern und die Relevanz von Aids für die queere Gegenwart verdeutlichen.
Minu über die Aids-Krise
Wichtiger Auftritt für die Community: Moritz Leuenberger.
Vor 20 Jahren: Schweizer Bundespräsident spricht am CSD
Am 23. Juni 2001 besuchte Bundespräsident Moritz Leuenberger offiziell den Zürcher CSD und kam damit in die Schlagzeilen des ganzen Landes. Es war das erste Mal weltweit, dass ein amtierendes Staatsoberhaupt an einer Grossveranstaltung von queeren Menschen eine längere Rede hielt. Und auch das letzte Mal, dass ein:e Bundespräsident:in einen CSD bzw. eine Pride-Demonstration beehrte. An dieses historische Ereignis erinnert der jüngste Newsletter des Portals Schwulengeschichte, verfasst von queerAltern-Mitglied Ernst Ostertag. Wie immer: lesenswert!
Als der Bundespräsident den CSD besuchte
Späte Geste: Alma Zadic zeigt sich auf Facebook mit der Regenbogenfahne.
50 Jahre danach: Österreich entschuldigt sich bei Homosexuellen
Genauso wie in Deutschland kamen homosexuelle Menschen in Österreich nach der Nazizeit weiterhin ins Gefängnis. Legalisiert hat das Land homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen erst 1971. Zwischen 1950 und 1971 wurden insgesamt 13'000 Menschen verurteilt, davon 95 Prozent Männer. Doch die letzten diskriminierenden Gesetze gegen Homosexualität wurden erst 2002 abgeschafft, auf Druck des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Reichlich spät – am 7. Juni 2021 – entschuldigte sich Österreichs Justizministerin Alma Zadic erstmals bei den einst strafrechtlich Verfolgten. Ausser dem «Blick» war dies den grossen Deutschschweizer Zeitungen keine Zeile wert. Anders als in Deutschland warten die Überlebenden der Verurteilten in Österreich noch immer auf eine Entschädigung.
Bericht im ORF
Zwei Jubiläen: Autor Thomas Grossmann.
Vor 40 Jahren: «Schwul – na und?»
1981 erschien in Deutschland der erste Coming-out-Ratgeber «Schwul – na und?». Es wurde gemäss queer.de ein Bestseller «zwischen Integrationisten und Lustfraktion». Der Autor Thomas Grossmann wurde Anfang Juni 70 Jahre alt, und aus diesem Grund und wegen des Buch-Jubiläums spricht queer.de in einem Interview über seinen Werdegang, die Anfänge der gegenwärtigen Lesben- und Schwulenbewegung in Deutschland sowie die Entstehung des Buchs. Es enthielt auch zwei Coming-out-Geschichten von Lesben, weil der Rowohlt-Verlag seinerzeit keine lesbische Autorin fand, die ein Coming-out-Buch für Lesben schreiben wollte.
Interview mit Thomas Grossmann
NEU IM KINO
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Kurzfilmprogramm «Sehnsucht»: Szene aus «Hyped» (GR 2019).
Uto goes Pink im Juli: «Sehnsucht» und «The Surrogate»
Wie bereits im Mai und Juni lädt Pink Apple am 14. Juli wiederum zu einem Doppelprogramm ein. Um 19 Uhr zeigt das Arthouse-Kino Uto sieben Kurzfilme aus sieben Ländern zum Thema «Sehnsucht». Und um 21 Uhr ist der Spielfilm «The Surrogate» (USA 2020) angesagt. Dabei geht es um eine junge Frau, die sich für ihren besten Freund und dessen Ehemann als Leihmutter zur Verfügung stellt. Doch dann kommt es während der Schwangerschaft zu Komplikationen.
Profitiert von ihren Vorkämpferinnen – und kämpft weiter: SP-Nationalrätin Tamara Funiciello im Dokfilm..
De la cuisine au parlament (édition 2021)
Der Dokumentarfilm war am 15. Juni bei Uto goes Pink als Vorpremiere zu sehen und startet nun in den Kinos. Dokumentiert wird der steinige Weg der Schweizer Frauen bis zur politischen Mitbestimmung. Politikerinnen und Aktivistinnen wie Elisabeth Kopp, Ruth Dreifuss, Tamara Funiciello, Marina Carobbio oder Amélie Christinat beschreiben ihren Kampf für die egalitäre Sache.
Mehr Informationen auf Pink Apple
Bleibt zurück in der WG: Henriette Confurius als Mara im Film «Die Fliege und die Spinne».
«Das Mädchen und die Spinne»
Der Schweizer Spielfilm von Ramon und Silvan Zürcher ist ein subtiles und tiefgründiges Kammerspiel über Mara und Lisa, die zusammen in einer WG gelebt haben. Nun zieht Lisa aus in ihre erste eigene Wohnung, und während des Umzugs tun sich Abgründe auf. Der Film wurde an der Berlinale 2021 in der Sektion «Encounters» für die beste Regie sowie mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet. Zudem wurde er an der Berlinale für den LGBTIQ-Preis Teddy Award nominiert.
Mehr über den Film
STREAMING
Verhaftet: Peter Tatchell während einer Demo in London im Jahr 1992.
Was für ein Leben: «Hating Peter Tatchell»
Der australische Dokumentarfilm geht dem Leben des heute 69-jährigen Peter Tatchell nach. Der Australier, der 1971 mit 19 von Melbourne nach London auswanderte, ist wohl einer der mutigsten Queer-Aktivisten der Welt. Seit über 50 Jahren kämpft er für eine gerechtere Welt – nicht nur in Grossbritannien, sondern in vielen Ländern, in denen er ein Eingreifen als notwendig erachtet. Unter anderem gründete er die Aktionsgruppe OutRage! In «Hating Peter Tatchell» spricht er über seine Engagements mit Weggefährt:innen wie den Schauspielern Ian McKellen und Stephen Fry oder der lesbischschwulen Kämpferin Angela Mason. Elton John war einer der Executive Producers und steuerte für den Abspann einen Song bei. Bestimmt einer der eindrücklichsten Filme dieses Jahres.
Interview mit Peter Tatchell
Beziehungsgespräche: Denise und Alicia.
«Master of None» mit Szenen einer lesbischen Ehe
Was könnte passieren, wenn es in einer lesbischen Ehe kriselt? Davon erzählt die dritte Staffel der Netflix-Serie «Master of None». Denise und Alicia leben ausserhalb von New York auf dem Land. Ihre Karrieren sind ins Stocken geraten, und dann kommt Alicia mit einem Kinderwunsch. «L-Mag» schreibt, dass sich die dritte Staffel problemlos als Einstieg in die Serie eigne. Sehenswert, doch sei die Serie etwas «gewöhnungsbedürftig langsam».
Mehr über die Serie
BÜCHER
Olivia Jones für einmal «Ungeschminkt»
Olivia Jones ist wohl die bekannteste Dragqueen von Deutschland. In vielen Talkshows hält sie sich nie mit ihrer Meinung zurück und setzt sich eloquent und schlagfertig für die Rechte von queeren Menschen ein – auch in ihren Shows und Führungen durch den Reeperbahn-Kiez in Hamburg. Nun gibt sie in ihrer Autobiografie «Ungeschminkt» zum ersten Mal einen Einblick in ihr Privatleben. «Mein Buch soll Mut machen, sein Leben zu leben, wie man es gerne möchte. Mit allen Konsequenzen.»
Mehr über Olivia und ihr Buch
Eigene Ästhetik: Doppelseite aus dem Buch «Queer Photography».
Queere Fotos jenseits von Tabus
Bereits im Oktober 2020 ist der üppige Fotoband «Queer Photography» erschienen. Darin versucht Herausgeber und Art Director Benjamin Wolbergs die Frage zu beantworten, was queere Fotografie ausmacht, und präsentiert fotografische Werke von 40 Fotograf:innen aus aller Welt. Dazu schreibt die deutsche «Vogue»: « Sie (die Fotos) stellen nicht nur die konventionellen Grenzen von Geschlechterrollen, Sexualität und sozialen Stigmatisierungen in Frage, sondern definieren sie gänzlich neu. Zwischen privater Idylle und provokativem Idealismus.»
«Vogue» im Gespräch mit Benjamin Wolbergs
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Corona-Ernte: zwei neue Comicbände von Ralf König.
Mit zartem Schmelz im Wilden Westen
Die Restriktionen der Pandemie scheinen Ralf König beflügelt zu haben. Über Monate hinweg postete er jeden Tag auf Facebook einen Cartoon über das Lockdown-Leben seines gealterten schwulen Paars Konrad und Paul. Daraus ist das Buch «Vervirte Zeiten» geworden. Doch damit nicht genug: Am 1. Juli erscheint seine Hommage an einen seiner Lieblings-Comics «Lucky Luke» unter dem Titel «Lucky Luke – Zarter Schmelz» – anlässlich des 75. Geburtstags des Comics von Morris. Da wird es wohl im Wilden Westen etwas wärmer zu- und hergehen als im Original. Sobald Ralf König wieder in die Schweiz reisen mag, holen wir seine kurzfristig verschobene Leseshow vom 20.10.2020 nach. Ein Termin steht noch nicht fest.
Interview mit Ralf König über «Vervirte Zeiten»
Fluchtort für Armeeverweigerer
Im autobiografischen Roman von Nora Eckert geht es um einen Neunzehnjährigen, der 1973 nach West-Berlin zieht, um der Bundeswehr zu entgehen. Dabei verfällt er dem rauen Charme der geteilten Stadt und begreift, dass er nicht schwul, sondern trans ist. «Ein Buch voller Herzenswärme» schreibt das «Mannschaft-Magazin».
Mehr über das Buch
MEDIENPICK
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Zurzeit in den Kinos: François Ozons Film «Eté 85»
Lesenswertes
«Display»: François Ozon im Interview über seinen Film «Eté 85»

NZZ: «Als wüsste keiner, woher die Rufe kommen: Selbst über muslimischen Judenhass sprechen manche Medien nur verklausuliert.»

Migros Magazin: «Gott liebt alle – auch die queeren Menschen» – Gespräch mit Pfarrerin Priscilla Schwendimann.

«The Philadelphia Inquirer»: «Kay Lahusen, nationally esteemed gay rights activist and photojournalist, dies at 91» 

«The Advocate»: «Safe/Haven: Gay Life in 1950s Cherry Grove»

«L-Mag»: Nach Vorwürfen der Transfeindlichkeit gegen das Lesbenfrühlingstreffen 2021: «Ich plädiere für mehr Gelassenheit» – Interview mit trans Autor Till Randolf Amelung.

«Tages-Anzeiger»: «Sie sagten, ich sei kein Mensch, bloss ein Nichts» – Schwule in Tschetschenien.

SCHLUSSPUNKT
«Dass jeder nach seiner Façon selig werden soll, ist ja ei­gent­lich eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Wir wundern uns, dass es nach Jesus Christus mehr als 1700 Jahre dauerte, bis ein Po­li­ti­ker diese Selbst­ver­ständ­lich­keit aus­sprach. Heute, noch einmal ein Viertel Jahr­tau­send später, sind wir zwar um einiges weiter. Doch die Selbst­ver­ständ­lich­keit ist immer noch nicht da. Aber sie muss kommen. Sie haben ein Recht darauf.»
Bundespräsident Moritz Leuenberger am CSD vor 20 Jahren. Gemäss Schwulengeschichte.ch sagte dies der hohe Gast am Schluss – in Anspielung auf Friedrich den Grossen.
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
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