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Newsletter Februar 2022
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Sie organisierten sich über die queerAltern-WhatsApp-Gruppen Action und TEAMWORK und besuchten am 23. Februar gemeinsam die Ausstellung von Georgia O'Keeffe in der Fondation Beyeler: Barbara, Hansruedi, Bruno, Rainer, Peter (nicht im Bild: Silvia).
Liebe queerAlternde
Schon wieder hat sich die Welt fundamental geändert. Gerade zu einem Zeitpunkt, an dem wir annahmen, dass das Schlimmste der Coronakrise langsam vorbei sei. Niemand scheint ein Rezept zu finden, um dem brachialen Angriff auf Demokratie und Souverenität aus dem Osten Einhalt zu gebieten.

Schätzen wir umso mehr alles, was unsere Lebensqualität ausmacht. Zum Beispiel, dass wir hier in der Schweiz eine queere Community haben, die sich gegenseitig stützt und sich aktiv für unsere Belange einsetzt. Daran leistet auch queerAltern mit seinen Mitgliedern einen wichtigen Beitrag.

Etwa mit unseren Vernetzungsmöglichkeiten und Veranstaltungen. Dank den Pandemielockerungen können wir sie auch wieder mit Publikum vor Ort durchführen. So findet am 3. März nach einer Pause wiederum ein Stammtisch statt, weitere folgen in monatlichen Abständen immer am ersten Donnerstag des Monats. Oder am 5. April unsere GV, zu der wir euch ins Theater im Zollhaus einladen. Weitere Veranstaltungen findet ihr am Anfang dieses Newsletters.

Und dann ist auch bald Frühling, auf den wir uns freuen können. Wir wünschen euch trotz Verunsicherung einen angenehmen Rest des Winters.

Der queerAltern-Vorstand mit Patrik Attenhofer, Caroline Bisang, Barbara Bosshard, Gioia Hofmann, Willi Leutenegger und Christian Wapp

QUEERALTERN-VERANSTALTUNGEN
3.3.2022: Comeback des queerAltern-Stammtisches
Der queerAltern-Stammtisch findet wieder statt! Das nächste Mal am Donnerstag, 3. März um 18:30 wie bisher im Restaurant Pery an der Zentralstrasse 36 in 8003 Zürich. Eine Anmeldung ist nicht mehr erforderlich. Wir freuen uns, dass wir euch wieder treffen können.
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26.3.2022: 5. queerSalon mit Gast Alon Less
queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard hat dieses Mal queerAltern-Mitglied Alon Less zum queerSalon eingeladen. Er wird über seinen Vater Avner Werner Less erzählen, der 1961 in Jerusalem den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann verhörte – im Vorfeld eines der spektakulärsten Prozesse des vergangenen Jahrhunderts gegen einen Haupttäter der Nazizeit. 2012 schrieb die Journalistin Bettina Stangneth das Buch «Lüge! Alles Lüge!» über das Leben von Avner Werner Less – aufgrund der Notizen, die er während des Verhörs verfasste und unter Mitwirkung von Alon. Aus diesem Buch wird Schauspieler und queerAltern-Mitglied Fabio Eiselin einzelne Passagen vorlesen. Samstag, 26. März 2022 um 16 Uhr.
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Ort der nächsten GV: Theater im Zollhaus, Spielstätte der Improvisationstheatergruppe Anundpfirsich logiert.
5.4.2022: 7. Generalversammlung von queerAltern
Nach zwei schriftlich durchgeführten Generalversammlungen findet die diesjährige GV am 5. April wieder mit unseren Mitgliedern vor Ort statt. Du bist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Die Einladung mit sämtlichen Unterlagen erhältst du Anfang März. Wir werden auch an einem neuen Ort sein – im Theater im Zollhaus neben dem Restaurant Osso und unterhalb der Kulturbar Das Gleis. Dienstag, 5. April, 18:00 Uhr.
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Barocke Pracht: Stiftsbibliothek in St. Gallen.
9.4.2022: Mit queerAlternden in die Stiftsbibliothek
Die Stiftsbibliothek St. Gallen zählt zu den ältesten Klosterbibliotheken der Welt. Durch ihre historische Bedeutung gehört sie, zusammen mit dem Stiftsbezirk St. Gallen, zum Unesco-Weltkulturerbe. queerAltern-Mitglied Doris Schwartz hat nun für queerAltern-Mitglieder samt Freund:innen eine Führung mit Historiker und Theologe Remo Wäspi organisiert (beschränkte Anzahl Teilnehmer:innen). Samstag, 9. April um 14 Uhr.
Mehr Informationen und Anmeldung
Jünglinge im Glück: Ausschnitt aus dem Rundbild «Klarwelt der Seligen».
6.5.2022: queerAltern-Tagesausflug zur «Klarwelt der Seligen»
Am 6. Mai gehts mit queerAltern nach Ascona auf den Monte Verità. Wir besichtigen – geführt von queerAltern-Mitglied David Streiff – den Pavillon mit dem einzigartigen Panorama-Rundbild «Die Klarwelt der Seligen» des schwulen Künstlers und Religionsbegründers Elisar von Kupffer (1872–1942). David Streiff, der Kunsthistoriker und ehemalige Direktor des Bundesamtes für Kultur, hat vor gut zehn Jahren einen Verein gegründet, um dieses historisch bedeutende Werk zu retten und zu restaurieren.
Mehr Informationen und Anmeldung
31.5.2022: Ralf König kommt wieder!
Endlich kann uns Ralf König mit seiner Jubiläums-Leseshow «40 Jahre ‹Schwulcomix›» beglücken, wiederum eingeladen von queerAltern. Sein Jubiläumsjahr wäre eigentlich 2020 gewesen, doch Corona machte auch dem Kölner Comiczeichner und -Autor einen Strich durch die Rechnung. Sein Auftritt im «Kosmos» im Oktober 2020 musste abgesagt werden. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen oder eine Neuentdeckung seiner früheren Werke. Zum Teil entstanden sie zu einer Zeit, als der Begriff «Political Correctness» noch nicht im Schwange war. Dienstag, 31. Mai um 20 Uhr im Forum des Kulturhauses Kosmos.
Tickets
QUEERALTERN – IN EIGENER SACHE
Du weisst nicht, wie TEAMWORK funktionier? Auf unserer Webseite findest du auch ein Erklärvideo.
TEAMWORK neu auch als WhatsApp-Gruppe
Unsere neue queerAltern-Plattform TEAMWORK ist am Wachsen. Inzwischen tauschen sich immer mehr Mitglieder auf unserer Online-Plattform aus. Die Idee, Dienstleistungen und den direkten Kontakt mit anderen queerAltern-Mitgliedern anzubieten, ist angekommen. Damit eure Suche/Dienstleistung umgehend gesehen wird, haben wir TEAMWORK neu mit einer WhatsApp-Gruppe ergänzt. Für eine Anmeldung auf TEAMWORK und/oder der neuen WhatsApp-Gruppe geht ihr am besten wie bisher auf die TEAMWORK-Webseite und ergänzt dies in euren Profil-Einstellungen (direkt nach eurer Adresse).
TEAMWORK-Webseite
Während Pandemie gewachsen
Vor der Pandemie hatte queerAltern noch 340 Mitglieder. Mittlerweile ist unser Verein auf 400 Mitglieder angewachsen – ein Plus von fast 18 Prozent. Rund 520 zusätzliche Personen haben den Newsletter abonniert.
EHEMALIGE QUEERALTERN-VERANSTALTUNGEN
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Stets spannend: Barbara Bosshard mit Udo Rauchfleisch auf der Bühne (Foto: Sandra Meier).
Engagierter Vielschreiber im queerSalon
Udo Rauchfleisch feiert noch dieses Jahr seinen 80. Geburtstag, und wenn man auf seiner Webseite die Liste seines publizistischen Werks konsultiert, gewinnt man den Eindruck, dass er mindestens doppelt so alt sein müsste. Am 29. Januar stellte er sich im queerSalon im «Gleis» gut gelaunt den Fragen von queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard. Er erzählte von seinen zahlreichen Projekten und von seinem Besuch in zwei Flüchtlingslager im Norden des Irak. queerAltern-Mitglied Udo ist emeritierter Psychologieprofessor in Basel, Psychotherapeut sowie Autor von Fachbüchern und Krimis. Er ist Vorstandsmitglied des neu gegründeten Vereins queerAltern Basel.
SZENE
Alle sind eingeladen mitzumachen: LGBTIQ+-Panel, gesehen von Illustratorin Lena Scheiwiller.
Start des vierten Schweizer LGBTIQ+ Panels
Um die Lebensumstände von LGBTIQ+ Personen in der Schweiz im Laufe der Zeit besser zu verstehen und um festzustellen, wie sich diese verändern, führen Tabea Hässler (Uni Zürich) und Léïla Eisner (Uni Lausanne) bereits zum vierten Mal das Schweizer LGBTIQ+-Panel durch. Sie laden wiederum möglichst viele queere Menschen ein, die Fragen zu beantworten. Das Ausfüllen der mehrsprachigen Umfrage (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch) dauert 20–30 Minuten. Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmenden Gutscheine im Wert von 1x 300 CHF und 2x 100 CHF verlost. Wer mehr über das Panel erfahren und die Resultate der drei vergangenen Jahre aufrufen möchte, findet alle Informationen hier.
Zur Umfrage
Die Podcaster: Alexander Wenger (l.) und Michael Rüegg.
True-Crime-Podcast: «Mord im Männermilieu»
Der Zurich-Pride-Podcaster Alexander Wenger und der Journalist, Kolumnist und Komiker Michael Rüegg lancieren für das Online-Magazin «Republik» eine sechsteilige Podcast-Serie unter dem Titel «Mord im Männermilieu». Dabei geht es um sechs Mordfälle der 1950er und 1960er Jahre, die damals den Hass und die Repressionen gegen Schwule zu einem neuen Höhepunkt trieben – unter tatkräftiger Mithilfe durch eine Hetzpresse, welche die Täter feierte und die Opfer kaum bedauerte. Die erste Folge kann ab 26. Februar auf der Seite der «Republik» gehört werden – sowie auf iTunes und Spotify. Die weiteren Folgen jeden Samstag bis 2. April.
Mehr Informationen und Podcasts
50 Jahre HAZ: Filmabend im «Kosmos»
Die homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) feiern vom 30. August bis 11. September ihr 50-jähriges Bestehen mit diversen Veranstaltungen (Programm noch nicht bekannt). Bereits am 22. März lädt die HAZ zu einem Filmabend ins Kulturhaus Kosmos ein. Gezeigt werden fünfzig 50-sekündige Kurzfilme, welche die Community fürs Jubiläum und diesen Anlass eingereicht hat. Die besten drei Eingaben werden prämiert.
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Zurich Pride lebt trans und Vielfalt
Nach Protesten aus der Community hat die Zurich Pride ihr diesjähriges Motto zurückgezogen. Jetzt steht das neue Motto fest: «trans – Vielfalt leben». Das Zurich Pride Festival findet am 17. bis 18. Juni statt, die Demonstration wie üblich am zweiten Tag. Das Zurich-Pride-Magazin mit zahlreichen Artikeln und den Informationen über alle Veranstaltungen der Zurich Pride Weeks (6.–19.6.) erscheint Anfang Mai. Du kannst es zu dir nach Hause liefern lassen.
Bestellung Zurich Pride Magazin
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Angstmacherei anno 1938: Plakat der Gegner des StGB.
Podium: 80 Jahre Straffreiheit für Homosexualität in der Schweiz
Es war ein Wunder, als die stimmberechtigten Schweizer Männer 1938 das erste gesamtschweizerische Strafgesetzbuch (StGB) knapp annahmen. Denn es enthielt ein paar strittige Punkte, darunter die Straffreiheit für über 20-jährige homosexuelle Männer. Das StGB wurde vom Parlament 1937 verabschiedet, doch dann ergriffen religiöse und rechte Kreise (Fröntler) das Referendum, wodurch es zur Abstimmung kam. Danach gab man den Kantonen bis Anfang 1942 Zeit, um sich ans StGB anzupassen. Es dauerte nochmals 50 Jahre, bis 1992, bis das Schutzalter für gleichgeschlechtlichen Sex auf 16 Jahre runtergesetzt und männliche Prostitution legalisiert wurde. Ab demselben Jahr wurde schwuler Sex auch im Militär nicht mehr bestraft. Pink Apple und queerAltern laden am 28. April zu einem Podiumsgespräch zu diesem Thema ein.
LITERATUR
Macht sich stark für Frauen und Homosexuelle: Wolfgang R. Rothe.
Liebe ohne Segen
Eine endlose Diskussion: die Kirchen und ihr Verhältnis zu queeren Menschen, jüngst in Deutschland aufgerüttelt durch die Aktion #Out In Church. Einen neuen Beitrag zu diesem Thema liefert der Münchner Priester Wolfgang F. Rothe als Herausgeber des Buchs: «Gewollt. Geliebt. Gesegnet. Queer-Sein in der Katholischen Kirche» (Herder Verlag). Rothe hat sich bislang stark gemacht gegen die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen in der Katholischen Kirche. Diskussion über das Buch hier.
Interview mit Wolfgang R. Rothe
Abgründe der Medizingeschichte: Yael Inokai.
Die beredte Kunst der Andeutung
Die gebürtige Baslerin Yael Inokai erzählt in ihrem neuen Roman «Ein simpler Eingriff» von einer lesbischen Liebe und von den Abgründen der Medizin­geschichte: «Leise, formbewusst und grandios», schreibt «Republik». Die Autorin thematisiert in ihrem Werk u.a. die brutale Lobotomie-Methode – chirurgische Eingriffe ins Gehirn –, mittels deren man einst meinte, psychische Krankheiten heilen zu könnten. Und da Homosexualität noch bis 1990 von der WHO als psychische Krankheit taxiert wurde, wurden weltweit auch zahlreiche Lesben und Schwule lobotomiert. Der neue Dokumentarfilm «Cured» dokumentiert den Kampf von Homosexuellen in den USA gegen diese Praxis. Der Film ist voraussichtlich am diesjährigen Pink Apple zu sehen.
Rezension
Stöbern leicht gemacht: Webseite von queerbooks.
Schweizer Fundgrube für queere Literatur
Man muss nicht immer ins Ausland gehen, um online queere Bücher zu finden. Der in Bern ansässige Online-Shop Queer Books bietet alles, was das queere Bücherherz begehrt. Stöbern ist leicht gemacht – zum Beispiel unter «Lesbische Auswahl», «Schwule Auswahl», «trans*& Gender» oder «Queeres Leben». Jedes Kapital ist nochmals unterteilt in zahlreiche Unterkapitel. Wer die Bücher vor dem Kauf physisch in die Hand nehmen möchte, findet in der Berner Buchhandlung Weyermann die Abteilung Queer Books (Herrengasse 30).
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AUSSTELLUNGEN
Ausstellung «Köpfe, Küsse, Kämpfe»: Gemälde von Nicole Eisenman.
Nicole Eisenman und die Modernen
Noch bis 24. April können im Kunsthaus Aarau 70 Werke der lesbischen Künstlerin Nicole Eisenman bewundert werden. In verschiedenen Medien thematisiert die US-Amerikanerin (*1965) gemäss dem Museum «die Suche nach einem Identitätsgefühl jenseits binärer Geschlechterrollen und Konventionen.» Eisenman lebt in New York.
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Tilda Swintons Sicht auf «Orlando»
Der Roman «Orlando» von Virginia Woolf aus dem Jahr 1928 wurde 1992 von der britischen Regisseurin Sally Potter verfilmt. In der Hauptrolle: Tilda Swinton. Nun zeigt das Fotomuseum Winterthur zum Roman eine Ausstellung, die von Tilda Swinton kuratiert wurde. Dazu erläutert das Museum: «Für das Magazin ‹Aperture› entwickelte Swinton als Gastredakteurin und Kuratorin eine Ausgabe sowie eine begleitende Ausstellung und greift dabei die zentralen Themen des Romans auf: Geschlechterfluidität, die Idee eines grenzenlosen Bewusstseins und die Perspektive endlosen Lebens. Sie versammelt die Arbeiten elf Kunstschaffender – darunter etablierte zeitgenössische Positionen sowie zu entdeckende Fotograf:innen.» Die Ausstellung der Aperture Foundation ist ab 26. Februar in Winterthur zu sehen.
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KINO
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Letzte grosse Auftritte: Udo Kier in «Swan Song».
Schwanengesang in Sandusky
Im Altersheim ist es ihm zu langweilig, er wird bevormundet und sollte sich ungeliebten Regeln unterordnen. Doch der betagte, einstige Lokalpromi-Friseur, der einst auch als Drag Queen auftrat, weiss sich zu helfen und nimmt sich seine kleinen Freiheiten. Als er den Auftrag erhält, seine ehemalige reichste Kundin (Linda Evens) auf dem Totenbett zu frisieren, schert er aus, durchwandert die Kleinstadt Sandusky (Ohio) und trifft auf zahlreiche Bekannte aus der Vergangenheit. Der deutsche Nebendarsteller Udo Kier (*1944) brilliert in der ersten Hauptrolle seines Lebens im Film «Swan Song» von Todd Stephens. Hervorragend und herzergreifend! Zurzeit in den Kinos.
Rezension und Trailer
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Frauenliebende Schriftstellerin: die junge Highsmith.
Director's Talk: Patricia Highsmith und die Frauen
Das Kulturhaus Kosmos widmet den Abend des Tags der Frau (8. März) der amerikanischen Schriftstellerin Patricia Highsmith. Ab 18:30 liest die Schauspielerin Miriam Japp im Buchsalon wenig bekannte Texte der Autorin und spricht danach mit Eva Vitija, der Regisseurin des Films «Loving Highsmith». Anschliessend folgt um 20:30 im Kosmos-Kino 3 die Vorpremiere dieses Dokumentarfilms, der an den Solothurner Filmtagen 2022 uraufgeführt wurde. Einen Tag später, am 9. März, zeigt Pink Apple den Film in einer weiteren Vorpremiere im Rahmen von «Uto goes Pink» um 18:30 Uhr mit anschliessendem Gespräch mit der Regisseurin.
30-jähriges Engagement für den Lesbenfilm: Angela Maccarone.
Lesbische Filmpionierin gewinnt Pink Apple Award
Angela Maccarone, deutsche Filmregisseurin und Pionierin des Lesbenfilms, gewinnt den Pink Apple Festival Award 2022. Mit ihrem Filmdebüt «Kommt Mausi raus?» brachte sie vor 27 Jahren im Programm der ARD eine lesbische Liebesgeschichte in die guten Stuben. Später thematisierte sie mit «Alles wird gut» (1998) oder «Fremde Haut» (2005) Migration und Gender. «In ihren Werken verknüpft Angela Maccarone Identität und Fremdheit, Politisches und Privates, Feminismus und lesbische Liebe», teilt Pink Apple mit. Sie wird den Preis im Rahmen des Festivals (26.4.–8.5.2022) persönlich entgegennehmen.
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STREAMING
Irrungen und Wirrungen der Liebe: Anne (Hanna van Vliet, l.) und ihre Freundin Sara (Jouman Fattal).
«Anne+»: Eine Webserie macht Karriere
Zwei Folgen der niederländischen Serie «Anne+» zeigte im vergangenen Jahr das Pink Apple Festival. Die Serie wurde nun von Netflix unter dem Titel «Anne+ Der Film» auf Spielfilmlänge getrimmt. Dabei geht es um Anne und Sara, die nach Montreal zieht, während Anne nach ein paar Monaten nachziehen soll. Doch dann trifft sie Lou. «Anne+» wurde ursprünglich als YouTube-Webserie konzipiert und über Crowdfunding finanziert. Hier kannst du ein Interview mit der Hauptdarstellerin Hanna van Vliet lesen.

Inzwischen wurde die Serie unter dem Titel «Loving Her» auch fürs ZDF adaptiert; sie kann in der ZDF-Mediathek gestreamt werden. Dabei erinnert sich die Hauptprotagonistin Hanna in jeder Folge an eine verflossene Liebesbeziehung mit einer Frau.
Rezension
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Auf verdeckter Mission: Reporter Livio Chistell.
Im Namen Jesu: Homosexualität wegtherapieren
Die SRF-TV-Sendung «Rundschau» deckte auf, wie Homosexualität in der Schweiz von so genannten Therapeut:innen weggebetet oder wegtherapiert wird. Mit versteckter Kamera besuchte Reporter Livio Chistell mehrere so genannte Psycholog:innen sowie einen Pfarrer und brachte krasse Aufnahmen zurück ins Studio. Im Anschluss interviewt Moderator Dominik Meier den Geschäftsführer der Schweizerischen Evangelischen Allianz, Marc Jost, der zwar einen schwulen Vater hat, jedoch gegen ein Verbot von Konversationstherapien ist. Zurzeit wird ein Verbot in mehreren Kantonen diskutiert, auch auf Bundesebene. Vorstösse für ein Verbot gab es schon mehrere, doch sie wurden bisher auf die lange Bank geschoben. Pink Cross hat nun eine neue Petition lanciert, die du hier unterschreiben kannst.

Kurzversion Rundschau /  Langversion Rundschau / Interview mit Marc und Samuel Jost / Bericht über Marc und Samuel Jost
Barocke Opulenz: Szene aus «Caravaggio».
In Gedenken an Derek Jarman
«Caravaggio», der Film des schwulen britischen Regisseurs Derek Jarman (1942–1994), wurde 1986 an den Berliner Filmfestspielen mit dem silbernen Bären ausgezeichnet. Nun stellt der Filmverleiher Salzgeber eine restaurierte Fassung als Video on Demand zur Verfügung. Jarman hat mit dem Film über den schwulen italienischen Maler des Frühbarocks kein langweiliges Biopic gedreht, sondern einen überbordenden, ungewöhnlichen Experimentalfilm.
Zum Film
Outing durch Mord
Walter Sedlmayr (1926–1990) war zu seinen Lebzeiten einer der populärsten Bayerischen Volksschauspieler. Dass er abseits der Öffentlichkeit ein heimliches Leben als Schwuler führte, wurde erst bekannt, als er ermordet wurde – von seinem «Ziehsohn» und dessen Bruder. Die neue True-Crime-Dokumentation «Walter Sedlmayr – Outing durch Mord» kann nun auf RTL+ gestreamt werden (nur mit Abo).
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Regisseur von «Carol» nach Patricia Highsmith: Todd Haynes.
Todd Haynes und The Velvet Underground
Er gilt als Wegbereiter des «New Queer Cinema». Ihm haben wir Meisterwerke wie «Carol» oder «Far From Heaven» zu verdanken. Am Zürich Film Festival sprach Todd Haynes im Rahmen der ZFF-Masters über seine Karriere, das Video kann jetzt auf YouTube gesehen werden. Kürzlich ist sein jüngstes Werk über die New Yorker Kultband The Velvet Underground auf Apple TV+ erschienen. Derzeit plant er «Fever», ein Biopic über die Jazz-, Pop- und Schwulen-Ikone Peggy Lee, die in den USA als weiblicher Frank Sinatra gilt. Lee wird gespielt von Michelle Williams.
Zum ZFF-Master-Video
MEDIENPICK
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Protestsong gegen Nashville wird Protestsong gegen Trucker: 18 schwule Cowboys.
Queeres aus Nah und Fern
Watson: Mit 18 schwulen Cowboys gegen die Blockade – wie Kanadier die Trucker trollen.

NZZ: Das ewige Versteckspiel – queere Sportler an den Olympischen Spielen.

Cash: Kryptowährung für Queere – Maricoin sorgt für Kontroversen.

Tages-Anzeiger: Hier haben Queers Einfluss – Von der politischen Repräsentation wie in Zürich können Homosexuelle anderswo im Land nur träumen.

Sonntags-Zeitung: «Alles, was mit trans zu tun hat, wird gerade bei Jugendlichen glorifiziert» – Nadia Brönimann, die bekannteste Transfrau der Schweiz, über die Zunahme von Geschlechtsangleichungen bei Teenagern, die Toleranz der Landbevölkerung und die Fehler der Trans-Community.

NZZ am Sonntag: «Zwischen den Geschlechtern» – Das Kinderspital Zürich steht in der Kritik, weil es ein bedeutendes Zentrum in der Behandlung intersexueller Kinder war.

Journal für gynäkologische Endokrinologie: Geschlechtsangleichende Hormontherapie bei Transidentität: Voraussetzungen und Therapiemanagement.

SRF: Elizabeth Duval – Trans-Sein, was bedeutet das?

Frankfurter Allgemeine: «Ich habe immer stärker in Angst gelebt» – Der schwule Sänger Patrick Lindner und andere Katholiken berichten über Diskriminierung.

Die Zeit: Wer ist eine Frau? Die Debatte um die grüne Politikerin Tessa Ganserer zeigt, wie kompliziert das werden kann.

SRF: Nicht-monogame Beziehungen – Polyamorie: Mehrfach-Beziehungen statt Monogamie.
SCHLUSSWORT
«Das, was die Kirche mit ihren Lehren queeren Menschen antut, ist nichts anderes als Diskriminierung, Ausgrenzung und Demütigung. Deswegen war es mir wichtig, dieses Leid einmal zum Ausdruck zu bringen, und zwar in geballter Form.»
Wolfgang R. Rothe, Herausgeber des Buchs «Gewollt. Geliebt. Gesegnet.»
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
info@queeraltern.ch
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