Wenn Sie diese Information nicht lesen können, klicken Sie bitte hier.
Logo
Newsletter August 2021
86390AA9-D940-93BB-292F7F45857B5DD8.png
Liebe queerAlternde
Unser nächstes Ziel: der 26. September 2021. Endlich! Wir alle müssen dafür sorgen, dass die Ehe für alle an der Urne angenommen wird. Inzwischen laufen ja die Kampagnen mit Ja- oder Nein-Parolen auf Hochtouren. Die Gegnerkomitees zum Teil mit hanebüchenen Argumenten. Gemäss vorläufigen Umfragen wird die Ehe für alle angenommen, doch der Abstimmungskampf geht weiter. Das Komitee «Ja, ich will» braucht nach wie vor Unterstützer:innen: www.ehefueralle.ch

Ein weiteres September-Datum ist auch gesetzt: der 4. September 2021. Dann wird der Umzug der Zurich Pride nachgeholt. Wir möchten gerne mit euch wieder mitmarschieren. Siehe Beitrag weiter unten.

So wünschen wir euch noch einen schönen Rest des Sommers mit hoffentlich noch viel Sonne!

Der queerAltern-Vorstand mit Barbara Bosshard, Caroline Bisang, Christian Wapp, Gioia Hofmann, Patrik Attenhofer und Willi Leutenegger

IN EIGENER SACHE
EF713206-DBE4-3BDA-E84D8A6B1D01BE84.png
Gemütlicher Rahmen: Barbara im Gespräch mit Hanne und Patrick (v.l.).
Premiere gelungen: queerSalon in «Das Gleis»
Im neuen Talk-Format queerSalon von queerAltern spricht queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard mit queerAltern-Mitgliedern über deren Leben. Erster Gast war Patrick Heinz Ehrat, der während der 70iger, 80iger Jahre und auch während der Aids-Krise in diversen schwulen Zürcher Bars gearbeitet hat. Er brachte einen Kollegen von damals mit: Hanne, Hans Bühler, arbeitete wie Patrick im «Hirschen» und im «Barfüsser». Die beiden erzählten über üppige Zeiten, in denen viel Geld über den Tresen floss, aber auch über die Tragik der Zeit, als viele ihrer noch jungen Freunde und Barbesucher an Aids starben. Der queerSalon findet fortan alle paar Wochen in der Kulturbar Das Gleis statt – gleich neben dem Regenbogenhaus. Nach dem rund 45-minütigen Talk hat das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sich einen Drink zu genehmigen und sich auszutauschen.

Nächster Gast ist am 7. September Peter Rubli, ehemaliges Verdingkind. Einfach vorbeikommen. Wer sich einen Sitzplatz reservieren möchte, kann dies direkt beim «Gleis» tun.
Mehr zum queerSalon vom 7.9.2021
4.9.2021 – Mit queerAltern an die Zurich Pride
Wie schon angekündigt, findet die verschobene Zurich-Pride-Demonstration am Samstag, 4. September, statt; sie steht ganz im Zeichen der Abstimmung über die Ehe für alle. Das Motto: «Trau dich – Ehe für alle jetzt!». Nun ist auch die Route des Umzugs klar. Gestartet wird am Helvetiaplatz. Ab 13 Uhr gibt es Reden, ab 14 Uhr wird losmarschiert. Wir hoffen, dass viele queerAlternde samt Freund:innen in unserer Gruppe mitmarschieren. Wir treffen uns um 12:45 Uhr vor dem Restaurant Bank auf dem Helvetiaplatz. Mehr Informationen folgen.
mehr
Rainbowgoat-Gipfeltreffen: Monique, Hansjörg, Paul, Theo, Orlando, Regula, Patrick und Bruno (v.l.).
17.9.2021 – Einladung zu «Best of Tavolata»
Die queerAltern-Tavolata-Gruppe Rainbowgoat lädt queerAltern-Mitglieder zu einem feinen, fleischlosen spätsommerlichen Mittagessen ein. Vor drei Jahren gegründet, trifft sich die acht- bis zehnköpfige Gruppe jeden Monat privat an einem andern Ort, bekocht sich und pflegt die Geselligkeit. Nun möchte sie auch andere queerAlternde an ihren Kochkünsten teilhaben lassen  und offeriert am 17. September ein Best-of-Tavolata-Sommermenü (Kosten inkl. Getränke: 30 Fr.) – mit dem Hintergedanken auch, dass sich unter den Gästen welche finden, die dem Beispiel der Ur-Tavolatistis folgen und ebenfalls eine Gruppe bilden.
Anmeldung
Unser Ziel: Terrasse des Restaurants Paradies mit Blick nach Büsingen.
2.10.2021 – queerAltern-Wandertag: Von Diessenhofen nach Schlatt
Herbstzeit ist Wanderzeit: Am Samstag, 2. Oktober, wandern die queerAlternden samt Freund:innen von Diessenhofen dem Rhein entlang bis Schlatt. Dort können wir direkt am Rhein im Restaurant Paradies etwas essen oder in der Nähe picknicken. Vom «Paradies» nehmen wir die kleine Fähre zur deutschen Enklave Büsingen, wo man mit dem Bus oder zu Fuss nach Schaffhausen weitergelangt. Wanderzeit bis «Paradies» etwa zwei Stunden, es besteht keine Möglichkeit, die Wanderung zu unterbrechen. Weitere Informationen erhältst du, wenn du dich anmeldest.
Anmeldung
26.10.2021 – Vortrag: Ehe für alle und die rechtlichen Folgen
Wir hoffen, dass das Stimmvolk die Ehe für alle am 26. September annimmt. Danach gibt es für Ehewillige einige rechtliche Modalitäten, die sie wissen müssen. Was bedeutet zum Beispiel die Ehe für alle, wenn jemand bereits in einer eingetragenen Partnerschaft lebt? Wird diese automatisch als Ehe erklärt? Auf solche und andere Fragen wird Rechtsanwalt und queerAltern-Mitglied Jürg Koller in seinem Referat zum Thema eingehen und vor Ort auch Fragen beantworten – am Dienstag, 26. Oktober um 19 Uhr im Regenbogenhaus. Freier Eintritt für alle queerAlternden und Freund:innen. Separate Einladung folgt.
Wissenschaftliche Verstärkung: Susi Saxer.
Neues Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von queerAltern
Mit der promovierte Pflegewissenschaftlerin Susi Saxer besteht der Wissenschaftliche Beirat nun aus sechs Personen. Für das schweizweit einmalige Projekt «Espenhof: Wir leben Vielfalt!» hat die Beirats-Leiterin Heidi Petry, Mitglied des erweiterten Vorstands, einen Konzeptentwurf entwickelt, der die Wohnform von selbständigem zu betreutem Wohnen von alternden LGBTIQ-Menschen wissenschaftlich begleitet. Auf der Basis dieses Entwurfs wird der wissenschaftliche Beirat das Konzept bis Ende 2021 finalisieren.
Mehr über Susi Saxer und den Wissenschaftlichen Beirat
Wie wäre es, hier einzuziehen: Espenhof.
Gerontologieblog über «Queer Altern in Albisrieden»
Dieter Achtnich, Mitbegründer von queerAltern, beschreibt im Gerontologieblog, wie es dazu kam, dass queerAltern gemeinsam mit der Stadt Zürich das Pionierprojekt «Espenhof – Wir leben Vielfalt!» entwickeln darf und warum ein solch visionäres Projekt notwendig ist. Dieter macht sich auch Gedanken, wie es wäre, wenn er selbst im «Espenhof» einziehen würde. Und er spricht dabei an, was viele von uns beschäftigt.
mehr
SZENE
Der lange Weg für die Ehe für alles: Ernst Ostertag im Kampagnenvideo.
Ja, ich will: Das offizielle Kampagnenvideo
«Ja am 26. September! Und danke, dass ALLE wirklich abstimmen»: Mit diesem Appell von Aktivist und queerAltern-Mitglied Ernst Ostertag beginnt das offizielle Kampagnenvideo des Komitees «Ja, ich will». Jetzt auf YouTube aufgeschaltet und verbreitet in den Sozialen Medien. Neben Ernst äussern sich weitere Aktivist:innen mit dringlichen Voten, die überzeugen. Ob das Video auch die Gegner:innen erreicht?
mehr
«Kinder, die in einer Regenbogenfamilie aufwachsen, wachsen genauso gut auf wie andere Kinder»: Nadja Herz.
«Ja, ich will»: Demo vom 17. Juli
«Es geht darum, ein Bürgerrecht zu verwirklichen, und das geht nicht nur Minderheiten an, sondern alle», sagt queerAltern-Mitglied Ernst Ostertag gegenüber «TeleZüri» anlässlich der Demo für die Ehe für alle am 17. Juli auf dem Zürcher Helvetiaplatz. Im Bericht darüber von «TeleZüri» kommen auch Stadtrat André Odermatt oder Nadja Herz, Co-Präsidentin der LOS, zu Wort.
mehr
Freuen sich auf euch: Der Regenbogenhaus-Vorstand mit Laura Pestalozzi, Ulla Blume, Hannes Rudolph, Matti Rach, Alex König, Leonhard Meier (v.l.).
Regenbogenhaus-Eröffnungsfest
Im zweiten Anlauf wird es klappen, am Samstag, 28. August, wird des Regenbogenhaus mit einem Fest eröffnet. Eigentlich war die Eröffnung im Mai geplant gewesen und wurde wegen Corona verschoben. Das Fest startet um 15 Uhr und dauert bis 23:30 Uhr. Das Programm wird in Kürze auf der Regenbogenhaus-Webseite veröffentlicht.
mehr
Pride auf dem Röstigraben
Vom 21 bis 29. August feiert auch Biel eine Pride mit diversen Veranstaltungen. Am 28. August mit einem Umzug. Und selbstverständlich sind alle eingeladen, daran teilzunehmen und unsere Freund:innen an der Sprachgrenze zu unterstützen. Das Motto: «OneFamily – eine Familie mit verschiedenen Sprachen, Kulturen und Leben».
mehr
Comeback der «Late Night Drag»
Die nach eigenen Angaben «wildeste Show der Stadt» ist zurück. Und das wird so angekündigt: «Eine Drag Super Queen und eine transsilvanische Möchtegern Comedy Queen tanzen, singen, spielen und fluchen gemeinsam mit ihren hochkarätigen Gästen ein Liebeslied auf alle ‹Unnormalen›. Einzigartig, hochpolitisch, gender-fluid und fucking glamourös.» Am 29. August im «Kaufleuten».
mehr
Trans Congress 2021
Nach einem Unterbruch von zwei Jahren findet der Trans Congress dieses Jahr wiederum statt, und zwar online an fünf Sonntagen ab 5. September. Wer sich über alles, was trans und non-binäre Menschen beschäftigt, orientieren möchte, wird am Kongress bestens informiert. Willkommen sind auch Angehörige und Freund:innen von trans Personen. Die Programmdetails sind noch nicht bekannt. Der Kongress wird organisiert vom Transgender Network Switzerland (TGNS).
mehr
Spannende Runde: Donat Blum (l. oben), Sunil Mann, Simone Meier (l. unten), Anna Rosenwasser.
Queere Literatur «Verzaubert»
Der nächste «Verzaubert»-Talk vom 25. Oktober verspricht wieder spannend zu werden. Andreas Bühlmann, Künstlerischer Ko-Leiter Pink Apple, diskutiert über queere Literatur. Ist das ein eigenes Genre oder gibt es nur gute und schlechte Bücher? Das versuchen diese Gäste zu beantworten: Donat Blum, Autor und Gründer der ersten und einzigen queeren Literaturzeitschrift im deutschsprachigen Raum «Glitter – die Gala der Literaturzeitschriften», Sunil Mann, Krimi-, Jugend- und Kinderbuchautor, Simone Meier, Autorin und Journalistin, sowie Anna Rosenwasser, freie Journalistin und Autorin.
mehr
Lila. Queer Festival
Bereits zur Tradition geworden ist das Queer-Festival Lila, das von der Milchjugend – falschsexuelle Welten durchgeführt wird. Dieses Jahr findet es vom 17. bis 19. September wieder in der Roten Fabrik in Zürich statt. Auf dem Programm stehen zahlreiche internationale Acts: Geboten wird eine Wundertüte an künstlerischen Darbietungen. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
mehr
AUSSTELLUNGEN
Freudenfest der Jünglinge in der Klarwelt: Ausschnitt aus dem Rundbild.
«Klarwelt der Seligen» auf dem Monte Verità
Ascona ist seit April um eine Attraktion reicher: Zum ersten Mal seit langem kann das Rundbild «Klarwelt der Seligen» in seinem einst eigens dafür gebauten Pavillon wieder besichtigt werden. Das Werk, das zu vergammeln drohte, wurde restauriert, ermöglicht durch den Verein Pro Elisarion – gegründet von David Streiff, ehemaliger Direktor des Bundesamtes für Kultur sowie Mitglied von Network und queerAltern. Das Werk hat Elisàr von Kupffer zwischen 1919 und 1929 in Minusio erstellt, wo er mit seinem Lebenspartner die Religion Klarismus gründete und einen Tempel baute, wo das Rundbild zuerst zu sehen war und der heute als Kulturzentrum der Gemeinde Minusio dient und zurzeit renoviert wird.
mehr
Noch bis 31.10.2021: «Geschlecht»
«Was den einen nicht farbig genug sein kann, ist den anderen zu bunt. Wenn die einen rot sehen, wird den andern warm ums Herz. Kalt lässt das Thema Geschlecht niemanden», schreibt das Stapferhaus. Das Museum geht in der Ausstellung «Geschlecht» den Fragen nach, wie Geschlecht zustande kommt, was uns zur Frau, was zum Mann und darüber hinaus macht. Sehenswert.
mehr
48EF26A6-AFBA-8DBD-5ACA2C0B6A43687A.png
Alles so schön bunt hier: Blick in die Ausstellungshalle.
Noch bis 10.04.2022: «Gender» – Vielfalt ist unsere Natur»
Das historische Museum in Bern lädt zu einem Rundgang durch alle Spielarten von Geschlecht und Sexualität. Und zeigt eindrücklich auf, dass es viel mehr gibt als Mann und Frau und dass man nicht nur heterosexuell oder homosexuell lieben kann. Und zeigt das in der Ausstellung «Gender» erst noch auf unterhaltsame und vergnügliche Weise. Insbesondere auch für Kinder und Jugendliche geeignet. Also nichts wie hin mit dem Gotten- oder Göttikind.
mehr
STREAMING
Die Stars des «Queer as Folk»-Originals: Charlie Hunnam, Aidan Gillen und Craig Kelly (v.l.; Bild: Channel 4)
Wiedersehen mit «Queer As Folks»
Die zehnteilige britische TV-Serie «Queer As Folks» war Ende der 1990er Jahre die erste Serie, die den Alltag von Schwulen der damaligen Zeit thematisierte. Sie ist inzwischen Kult und wurde zu Beginn der Nullerjahre sogar vom Fernsehen SRF ausgestrahlt, in deutschsprachiger Erstaufführung. Auf Basis dieser Serie entstand auch die 83-teilige, gleichnamige amerikanisch-kanadische Serie, die auf DVD erhältlich ist. Nun ist das Original ab 20. August in der Arte-Mediathek wieder verfügbar. In nächster Zeit soll in den USA eine neue Serie entstehen, die auf «Queer As Folk» basiert, angepasst an die heutige Zeit.
mehr
Trans to woman, trans to man – nein: «trans 2 christ».
Beten, um Hetero oder Hetera zu werden
Ryan Murphy ist Schöpfer von Filmen wie «The Boys in the Band» oder Serien wie «Glee», «Feud» oder «Hollywood». Nun hat er zusammen mit Jason Blum die Dokumentation «Pray Away» produziert. Dabei geht es um das «Gesundbeten» von Homosexualität und Transsexualität und die entsprechende Homoheiler-Bewegung in den USA. Der Film ist seit 3. August auf Netflix zu sehen und sollte von allen unseren Politiker:innen zu Gemüte geführt werden, die finden, Konversionstherapien sollten in der Schweiz nicht verboten werden.

Lesestoff zum Thema: «Du bist nicht hetero, so wirst du therapiert» / «Schweiz: Nationalrat behandelt Verbot von Conversion-Therapien nicht.» / «Diese Seelsorge braucht niemand»

«Kölner Treff» vom 6.8.2021 (ab 1h25m): Bastian Melcher erzählt über seine Konversionstherapien.
Bericht über «Pray Away»
53A558C6-EAA0-4DBE-73585F1D686519D0.png
Wiedersehen nach 30 Jahren: «The Garden» von Derek Jarman.
Stricher und betagte Lesben
Wie immer lohnt es sich nachzusehen, welche Filme im Salzgeber-Club gerade als Stream angeboten werden. Seit Wochen sind derzeit zum Beispiel neu restaurierte Filme über Stricher zu sehen, darunter von Bruce LaBruce (u.a. «Hustler White» oder «Super 81/2») oder Sebastian Heiniger («Drifter»). Oder eine neu restaurierte Fassung des Derek-Jarman-Films «The Garden». Sehenswert ist auch der Dokumentarfilm «Im Stillen laut» über ein betagtes lesbisches Paar und dessen Leben für die Kunst und die Freiräume, das es sich in der DDR erschaffen hat.
mehr
«Es ist schrecklich, aber gleichzeitig echt geil»: Poppy (r.) und Sandeep.
Blind Date in Bangkok
«Liebe unter Frauen – aus Liebe zu Sandeep»: Wie aus einem Chat einer Deutschen mit einer Engländerin Liebe wurde. Origineller Dokfilm über Poppy und wie sie übers Internet in Thailand Sandeep fand. Dumm nur, dass Sandeep noch bei ihren Eltern lebt und sich ihnen gegenüber noch nicht geoutet hat. Und so begleitet Poppy Sandeep bei ihrer Selbstfindung. Eine Arte-Produktion (55 Min.).
mehr
Festnahme nach einer Razzia: Szene aus der Doc-Serie «Pride».
Mini-Serie «Pride»
Die Geschichte der LGBTIQ-Bewegung in den USA – neu erzählt in einer sechsteiligen Mini-Serie auf Disney+. Jede Folge widmet sich einem Jahrzehnt seit den 1950er Jahren, gestaltet von verschiedenen LGBTIQ-Filmschaffenden. «Auch fürs europäische Auge interessant», findet «L.Mag».
mehr
KINO
Berg der Weltverbesserer: Szene aus dem Film «Monte Verità»
Drei Mal Pink Apple im August
Uto goes Pink zeigt im August zwei Filme: Im Spielfilm «I Carry You with Me» (USA/Mex 2020 – 18.8/18:45) erzählt die Regisseurin Heidi Ewing gemäss Pink Apple eine «aufwühlende Liebes- und Lebensgeschichte zweier Männerfiguren zwischen mexikanischen Wurzeln und amerikanischem Traum». Und in der Vorpremiere von «Monte Verità – Der Rausch der Freiheit» (CH/A 2021 – 18.8./21.15) von Stefan Jäger geht es um eine junge Frau, die 1906 auf dem Monté Verità in Ascona ihrer bürgerliche Rolle als Ehefrau und Mutter entfliehen will und dort eine Kommune von Aussteiger:innen und Künstler:innen vorfindet. Am 19. August folgt die Pink Night im Dolder Open-Air-Wellenkino mit der Reprise von «Rocketman» (GB/USA 2019 – 20:30) von Dexter Fletcher, der das Leben von Elton John als Musical präsentiert.
mehr
490CE29A-BE56-5BC7-BB97C1E745B43524.png
Ein Erlebnis: das Spiel der beiden Schauspielerinnen Martine Chevalier (l.) und Barbara Sukowa.
«Deux»: Heimliche und komplizierte Liebe
Die beiden Seniorinnen Madeleine (Martine Chevallier) und Nina (Barbara Sukowa) leben in Paris Tür an Tür, sind in inniger Liebe verbunden und träumen von einem gemeinsamen Leben in Rom. Die Krux: Madeleine ist gegenüber ihren erwachsenen Kindern nicht geoutet. Das wird für Nina zum Problem, als Madeleine pflegebedürftig wird. Sehenswert vor allem wegen den grossartigen Hauptdarstellerinnen, auch wenn die Handlung nicht immer nachvollziehbar ist. Ab 19. August in den Kinos.
mehr
Roadmovie durch England: Colin Firth (l.) und Stanley Tucci.
«Supernova»: Reise des Abschieds
Tusker (Stanley Tucci) und Sam (Colin Firth) sind ein Paar, das seit 20 Jahren zusammen ist. Als sich bei Tucker eine früh einsetzende Demenz einstellt, beschliessen die beiden, sich auf einen Roadtrip durch England zu begeben, um noch einmal Freunde, Familie und Orte der Vergangenheit zu sehen. «Supernova» von Harry MacQueen ist eine bewegende Liebesgeschichte, die da und dort bereits als Vorpremiere zu sehen war, u.a. bei Uto goes Pink. Kinostart in der Deutschschweiz ist Mitte Oktober.
mehr
TV
Bereitet sich für den CSD in München vor: Protagonist der Doku.
Queer in Bayern
Männlich (m), weiblich (w), divers (d): So muss es in Deutschland in Stellenausschreibungen stehen. In der «Stationen»-Sendung «Queer – mein unbequemes Geheimnis» spricht das Bayerische Fernsehen mit queeren Menschen im Raum München und fragt nach, wie sie mit ihrem Anderssein umgehen und dabei glücklich sind.
mehr
Gefährliches Leben: Schriftstellerin Leijla Kalamuji.
Queer im Balkan
Hinter dem ehemaligen eisernen Vorhang laufen die Uhren anders, auch wenn es um queere Menschen geht. Sich für deren Rechte einzusetzen, ist in den Balkan-Ländern nach wie vor höchst gefährlich, Minderheitenschutz noch kaum vorhanden. Die 3Sat-Dokumentation «Queer Balkan» berichtet über Aktivist:innen, die trotz widrigen Umständen kämpfen und sich sichtbar machen – darunter die Schriftstellerin Leijla Kalamujic («Nennt mich Esteban»), deren Bücher in ihrem Land kaum verkauft werden, Ivan Dimov, der sich für queere Jugendliche einsetzt, oder der nonbinäre Musiker Božo Vreo, der mit schrillen Videos auffällt.
mehr
Schwule ARD-Serie
Die erste schwule Serie der ARD war ursprünglich nur gedacht für den Spartenkanal One und als Stream für die ARD-Mediathek. Doch nachdem nun viele Medien darüber geschrieben haben – lobend bis kritisch –, findet die Serie doch noch einen Weg ins ARD-Hauptprogramm. Am 24. August ab 22:50 werden alle fünf Folgen am Stück gezeigt (Wiederholung am 25. August ab 2:45 Uhr). Die fiktive Serie begleitet vier junge Schwule durch ihre Leben in Berlin. ARD soll bereits eine zweite Staffel bestellt haben. Siehe auch queer.de-Beitrag.
mehr
Dem Tode entronnen: Aktivist Nasser El-Ahmad.
Vom Glück, selbstbestimmt zu leben
«Lesbisch, schwul, trans – wie steht’s mit der Toleranz?»: Diesem Thema widmete sich die SWR-Talk-Sendung «Nachtcafé» am 30. Juli – mit Gästen, die tiefe Einblicke in ihre Biografien geben. So unter anderem erzählt ein 24-jähriger, in Berlin aufgewachsener Libanese, wie er von seinem Vater und seinem Onkel entführt wurde und gehängt werden sollte, weil er schwul ist. An einer Grenze wurde er dann befreit. «Nachtcafé» ist eine der wenigen Talksendungen, die nicht an der Oberfläche haften bleibt.
mehr
BLICK ZURÜCK
54E85295-C3DF-8C7C-68C3AAA3832C665A.png
Zeitzeuge: Werner Neth.
40 Jahre Aids und HIV: Podcast mit Werner Neth
queerAltern-Mitglied Werner Neth, Vorstandsmitglied der Zurich Pride, erzählt in einem Zurich-Pride-Podcast, wie er seit 35 Jahren mit HIV lebt. Werner erzählte im Mai auch davon an einem Podium, das von Pink Apple und queerAltern organisiert wurde. Vom Zurich-Pride-Podcast gibt es bereits über 60 Ausgaben. Die von Livia Grossenbacher und Alexander Wenger moderierten Podcasts kannst du hier oder über Spotify, Apple oder über Google Podcast anhören. Für alle, die sich über queeres Leben von Jung und Alt informieren möchten, ein Muss.
Zum Podcast mit Werner
Ungewohntes im Rhonetal: Gay Pride in Sitten vor 20 Jahren.
Erste Gay-Pride im Wallis: ein teuflisches Spiel
Ein ganzseitiges Inserat in der Walliser Zeitung «Nouvelliste» warnte im März 2001 seine Leser:innen vor einer «teuflischen Versuchung» – bezogen auf die erste Gay Pride im Wallis, die dann im Sommer vor 20 Jahren stattfand. Da wurde etwa mit «wissenschaftlichen Studien» behauptet, die Lebenserwartung schwuler Männer in den USA liege nur bei 42 Jahren, bei HIV-Positiven bei 39 Jahren. Und eines von zehn Tötungsdelikten in San Francisco sei auf Sadomaso-Praktiken unter Homosexuellen zurückzuführen. Und so weiter. Ein amüsanter NZZ-Artikel erzählt von dieser kunterbunten Behauptungsparade., angestachelt von erzkatholischer Seite. An die Walliser Gay-Pride nach Sitten kamen dann trotzdem Tausende.
mehr
55323765-CCC9-65BA-AD163AF93246A104.png
Gedenkkugel für lesbische NS-Opfer
Zwar konnten lesbische Frauen während der Nazi-Zeit nicht wie schwule Männer nach dem Paragraphen 175 verurteilt werden. Doch Frauen, die als Lesben auffielen, wurden ebenfalls in Konzentrationslager abgeschoben – nicht primär wegen ihren sexuellen Neigungen, sondern gebrandmarkt als «Asoziale» oder «Staatsfeindinnen». Eine Gedenkkugel auf dem Areal des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück soll nun ab Frühjahr 2022 an die ehemaligen lesbischen Häftlinge erinnern – mit der Inschrift: «In Gedenken aller lesbischer Frauen und Mädchen im Frauen-KZ Ravensbrück und Uckermark. Sie wurden verfolgt, inhaftiert, auch ermordet. Ihr seid nicht vergessen.» Diesem Akt war ein jahrelanger Streit vorausgegangen. Mehr darüber bei «L.Mag», «queer.de» und «maenner.media».
5485E637-B4F6-23A6-B54F49291246B022.png
«Die Leute kamen zusammen und gründeten überall Schwulengruppen»: Martin Dannecker.
50 Jahre «Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt»
Der Rosa-von-Praunheim-Kultfilm kam vor 50 Jahren ins Kino und ins Fernsehen, löste eine heftige Debatte aus und stiess im deutschen Sprachraum die moderne Schwulen- und Lesbenbewegung an. Der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker («Der gewöhnliche Homosexuelle») hat massgeblich am Drehbuch mitgewirkt. In einem spannenden taz-Interview erzählt er von den Auswirkungen dieses Films, wie er Schwule, die nicht schwul sein wollten, provozierte und die Öffentlichkeit schockierte. Mit heutigem Blick auf den Film äussern sich Dannecker und von Praunheim auch in einem queer.de-Artikel.
Das Original: «Rainbow Flag» von Gilbert Baker.
Die Geschichte der Regenbogenfahne
Die originale Regenbogenfahne basiert auf einem Entwurf von Gilbert Baker. Er entwickelte die «Rainbow Flag» 1978 in San Francisco für den Gay Freedom Day. Die Farben sollten für positive Dinge stehen: Rot für Leben, Orange für Gesundheit, Gelb für Sonnenlicht, Grün für Natur, Königsblau für Harmonie, Violett für Geist. Inzwischen erhielt die Flagge verschiedene Ergänzungen, doch das Original ist immer noch im Einsatz.
mehr
QUEERBEET
83B80EAB-A5D4-DB1F-109FB5D430BBCF83.png
Willkommen im Centovalli
Die Badestelle wird von einer Bloggerin als eine der schönsten von Europa angepriesen: unterhalb der Porta Romana bei Intragna im Centovalli. Tatsächlich: Die wildromantische Schlucht ist von seltener Schönheit, das grün schillernde Wasser in den Becken der Melezza lädt zum Baden ein. Der Fluss ist bei tiefem Wasserstand im Sommer wärmer als zum Beispiel die Maggia. Doch dann dies: Über einem Felsen zwei Tafeln, die signalisieren, dass Schwule hier unerwünscht sind. Gemäss einer Webseite gibt es dort auch Cruising-Aktivitäten. Wer diesem Zeitvertreib frönen möchte, wird enttäuscht werden und trifft allerhöchstens auf Heteros, die FKK machten.
Einer der aktivsten queeren Aktivisten im deutschen Sprachraum: Johannes Kram.
Die nette Queerfeindlichkeit
Im Juni erschien die zweite Auflage des Buchs «Ich habe ja nichts gegen Schwule, aber ... Die schrecklich nette Homophobie in der Mitte der Gesellschaft» von Johannes Kram. Der Nollendorf-Blogger, Queerkram-Podcaster und Grimme-Online-Award-Preisträger sagt im queer-de-Interview, was sich seit der Erstveröffentlichung des Buchs vor drei Jahren in der Gesellschaft verändert hat. Er ist einer der kritischsten Medienbeobachter der deutschsprachigen Länder und deckt unterschwellige Aversionen gegen queere Menschen auch dort auf, wo man sie kaum für möglich hält – etwa unter linken Politiker:innen. Unbedingt lesen.
mehr
5436B40B-EED0-23F0-9FCAC5D1974252CC.png
Sie wurde deportiert, weil sie in den USA ein lesbischen Lokal betrieb: Proud Heroe Eva Kotchever.
Pride Month bei GQ
GQ, das Lifestyle-Magazin für coole Heteromänner, leistete auch dieses Jahr während des Pride-Monats Nachhilfeunterreicht – mit erstaunlich viel queerem Lesestoff. Unter anderem mit einer Serie über Proud Heroes: Porträts mit mutigen queeren Kämpfer:innen sowie weiteren Beiträgen zum Pride Month. Etwa mit einem Überblick über queere Dokumentarfilme oder mit einem Interview mit Schauspieler Jannik Schümann.
Presserauschen
Migros-Magazin: «Ralf König: Mit dem Humor ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden.»

BZ Basel: «Basler Psychiater David Garcia Nuñez: ‹Trans zu sein, ist kein psychiatrisches Problem›»

Maenner.Media: «Houston, wir haben ein ... LGBTIQ*-Seniorenheim»

Luzerner Zeitung: «Über Barrieren im Gesundheitswesen: Bisher fehlten nationale Daten zur Gesundheit von LGBT-Personen. Die Hochschule Luzern will dies nun ändern – im Auftrag des Bundes»
 
NZZ: «Enge Grenzen der Toleranz in Russland: Eine Supermarktkette gerät mit einem Werbetext über eine lesbische Familie in den Strudel der Politik»

NZZ: «Lesbisch und muslimisch sein, geht das?»

NZZ: «Die Welt ist von pinken Linien durchzogen»

zentralplus: «Homophobe Beleidigung: Luzerner Ex-Politiker siegt vor Gericht»
 
Tages-Anzeiger: «Ikone der Queers: Aktivistin Anna Rosenwasser»
SCHLUSSPUNKT
«Plötzlich realisiert die Mehrheit, wie viele Geschlechterfragen weder gestellt noch beantwortet wurden. Der Genderstern, aber auch die «Ehe für alle» stehen als Symbole für diesen Kampf. Sie symbolisieren in diesem Sinne nicht nur das Bedürfnis der LGBTIQ-Bevölkerung, sondern auch die Angst der Mehrheit, ihre Geschlechterprivilegien hinterfragen zu müssen. Das macht niemand gerne.»
David Garcia Nuñez, Experte für Geschlechtervarianz und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von queerAltern, auf die Frage der bz, warum sich die Gesellschaft so schwer tue mit dem Genderstern.
Verein queerAltern
c/o Caroline Bisang
Wasserschöpfi 15
8055 Zürich
info@queeraltern.ch
Folgen Sie uns
facebook twitter linkedin
Newsletter August 2021 Ich möchte meine Daten ändern oder mich vom Newsletter austragen: hier klicken